Sartorius will es ruhiger angehen lassen

Für den Pharma- und Laborzulieferer Sartorius lief es im bisherigen Jahresverlauf sehr gut. Die Aktie konnte sich von rund 80 Euro zum Jahresanfang auf zeitweise 160 Euro verdoppeln. Was auch mit der regen Übernahmetätigkeit des Unternehmens zu tun hatte.

Allerdings scheint man nun in eine Ruhephase einzutreten. Begründet wird dies auch damit, dass die Preisniveaus bei potentiellen Übernahmezielen in den vergangenen Monaten extrem gestiegen sind. Zwar hat Sartorius weiterhin gut 2 Milliarden Euro in der Kasse für externes Wachstum. Doch will man natürlich hier das Geld nicht verschleudern.

Sartorius mit starken Zielen

Interessant dürfte es nun werden, wie mit der zu erwartenden Zurückhaltung bei weiteren Zukäufen auch die Wachstumsprognosen fortgeführt werden. In der Mittelfrist-Prognose bis 2025 wird das Unternehmen seine Erlöse auf rund 4 Milliarden Euro verdreifachen. Ein Drittel davon soll durch Übernahmen erreicht werden. Hier könnte mancher Investor fürchten, dass dies bei einer zurückhaltenderen Akquisitionspolitik unter Vorbehalt gestellt werden könnte.

Fokus auf Geschäftszahlen

Was nicht heißt, dass der zukünftig im MDAX notierte Konzern nun zum Wackelkandidat werden muss. Zwar gab es zuletzt einige Gewinnmitnahmen. Doch die Aktie hat vor erst mit Bravour den Test der 50-Tage-Linie knapp unter 145 Euro gemeistert. Letztlich wird man wohl den Markt etwas anders bearbeiten müssen, nachdem wohl jetzt erst einmal weitere Übernahmen als Kurstreiber ausfallen. Doch schon die kürzlich angehobenen Umsatzziele für das laufende Jahr zeigen, dass hier Sartorius wohl noch einiges im Köcher hat.

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