Schaltbau nach abgesenkter Prognose unter Druck

Das Verkehrstechnik-Unternehmen Schaltbau hat bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr enttäuscht. Das setzt sich auch in der Prognose für das neue Jahr weiter fort, wo man einen geringeren Umsatz als bislang erwartet prognostiziert.

Wie die Schaltbau Holding gestern Abend bekannt gab, rechnet man nach vorläufigen Zahlen damit, im vergangenen Jahr einen operativen Verlust erwirtschaftet zu haben. Das EBIT soll in einer Bandbreite von minus 15 bis minus 17 Millionen Euro gelegen haben. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen nur mit 509 Millionen Euro. Noch im November letzten Jahres hatte das Unternehmen mit einem positiven EBIT von 10,2 Millionen Euro gerechnet.

Wertberichtigungen belasten Ergebnis von Schaltbau

Dass man so stark von den bisherigen Schätzungen abweicht, schiebt Schaltbau auf angepasste Risikobewertungen durch den neu besetzten Vorstand. Unter anderem wurde ein Projekt in Brasilien (Bahnsteigtüren) um 14 Millionen Euro wertberichtigt. Hintergrund hier ist eine erhebliche zeitliche Verzögerung von Kundenseite.

Wertberichtigungen gab es außerdem in Millionenhöhe auch für zwei Projekte im Bereich Bahn-Übergangstechnik in Ägypten und Dänemark. Oben drauf kam dann noch die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften, die das EBIT zusätzlich mit knapp 3 Millionen Euro belastet hätten, so das Unternehmen.

Abgesenkte Umsatzprognose

Dass es im laufenden Jahr nicht viel besser laufen könnte, war dann an einer abgesenkten Umsatzprognose erkennbar. Hatte Schaltbau im vergangenen November noch mit einem Umsatz 2017 von 550 Millionen Euro gerechnet, wurde nun die Prognose auf 520 bis 540 Millionen Euro abgesenkt. Die EBIT-Marge soll zwischen 3 % und 4 % liegen, was immerhin ein positives EBIT in diesem Jahr signalisiert.

Der schwache Ausblick sorgt dafür, dass die Aktie von Schaltbau zum Handelsbeginn kräftige Verluste hinnehmen muss. Sie setzt damit den Trend im nachbörslichen Handel gestern weiter fort.

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