Schneider Electric Aktie: Rechenzentrums-Boom im Visier?

Nach dem Kursrückgang stehen Schneider Electrics KI-Projekte, die abgeschlossene Kapitalaufnahme und unterschiedliche Analystenurteile im Mittelpunkt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verlor 3,4 Prozent
  • 2026-Ziele zum zweiten Mal angehoben
  • Kapitalerhöhung über sechs Milliarden Euro abgeschlossen
  • Analysten bewerten die Aktie unterschiedlich

Schneider Electric geriet gestern Medienberichten zufolge im Sog eines weltweiten Ausverkaufs von Technologiewerten unter Druck. Erneute Sorgen über die Rendite von KI-Investitionen belasteten Technologieaktien und das europäische Börsenumfeld. Die Aktie von Schneider Electric verlor 3,4%.

KI-Geschäft rückt in den Blick

Schneider Electric ist über sein Geschäft mit KI-Rechenzentren mit diesem Thema verbunden. Zugleich hatte der Konzern laut Reuters vor rund zwei Wochen seine Quartalszahlen veröffentlicht und die Ziele für 2026 zum zweiten Mal angehoben. Reuters verwies dabei auf die boomende Nachfrage nach Rechenzentren.

Das Unternehmen meldete am 22. Oktober gemeinsam mit Nscale und Start Campus einen erfolgreichen Pilotversuch für einen durchgängigen digitalen Zwilling. Dieser nutzt das NVIDIA Omniverse DSX Blueprint am Rechenzentrumsstandort von Start Campus im portugiesischen Sines.

Am selben Tag kündigten Schneider Electric, NVIDIA und HPE außerdem eine strategische Zusammenarbeit an. Die Partner wollen industrielle KI-Agenten für die Verarbeitung direkt am Einsatzort entwickeln. Die Kooperation richtet sich an die Prozess- und Schwerindustrie.

Kapitalerhöhung und unterschiedliche Analystenurteile

Für die teilweise Finanzierung der PTC-Übernahme schloss Schneider Electric nach eigenen Angaben am 20. Oktober eine Kapitalerhöhung über 6,0 Milliarden Euro ab. Dabei gab das Unternehmen 25 Millionen neue Aktien ohne Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre aus. Der Ausgabepreis betrug 240 Euro je Aktie.

Bei den Analysten fielen die jüngsten Einschätzungen unterschiedlich aus. Jefferies hob Medienberichten zufolge am Montag das Kursziel auf 329 Euro an und behielt die Kaufempfehlung bei.

Die Erste Group Bank hatte Schneider Electric dagegen Medienberichten zufolge am 23. Oktober von „Strong Buy“ auf „Hold“ herabgestuft.

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