Schwerer Rückschlag: Großes Storno bei SHW

Es ist ein schwerer Schlag für die SHW Automotive GmbH: Konnte man noch im September des letzten Jahres einen großen Auftrag verbuchen, wird nun Anfang dieser Woche verkündet, dass dieser wieder storniert wird.

Die 100%ige Tochtergesellschaft der SHW AG erhielt von einem Hersteller vollelektrischer Fahrzeuge einen Großauftrag als Systemlieferant von elektrischen Achsgetriebepumpen mit einem Lifetime-Umsatz von etwa 100 Mio. Euro.

Stornierung kostet SHW 100 Mio. Euro

Und genau dieser Hersteller hat den Großauftrag am 24. Januar 2017 wieder storniert. Die SHW Automotive GmbH aus Aalen wurde von ihm aufgefordert, sämtliche Vorbereitungen für den Anlauf der Serienproduktion zu stoppen. Als Begründung wurde angegeben, dass die technischen Spezifikationen der Achsgetriebepumpe nicht mit den Anforderungen des betreffenden Modells in Einklang stünden.

Schadenersatz wird geprüft

Doch das sieht die SHW AG natürlich völlig anders. Derzeit wird geprüft, ob der Konzern Schadenersatzansprüche geltend machen kann und wie es um die rechtliche Wirksamkeit der Stornierung bestellt ist. SHW ist auch weiterhin davon überzeugt, bei der Entwicklung der Elektromobilität nachhaltig mitmischen zu können, trotz dieser schlechten Werbung für das Unternehmen. Den Aktienkurs ließ die Meldung natürlich nicht kalt, der Wert bricht um 7,75 % ein und notiert Dienstagmittag bei 30,05 Euro.

Das Unternehmen wurde 1365 gegründet und zählt damit zu den ältesten Industriebetrieben in Deutschland. SHW ist eigenen Angaben zufolge einer der führenden Automobilzulieferer mit Produkten, die wesentlich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen im Automobilbereich beitragen.

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