Scottish Mortgage Aktie: Neues Hoch bei 18,75 Euro

Der Fonds gibt neue Anteile aus, um die hohe Nachfrage zu decken. Der bevorstehende SpaceX-Börsengang beflügelt die Erwartungen der Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Fonds verkauft eigene Aktienpakete
  • Neues 52-Wochen-Hoch erreicht
  • SpaceX-IPO als Kurstreiber
  • Mehr Spielraum für Privatfirmen

Jahrelang kaufte der Scottish Mortgage Investment Trust eigene Anteile im Milliardenwert zurück. Nun dreht das Management den Spieß um. Die Nachfrage nach dem Tech-Portfolio ist so stark, dass der Fonds neue Aktien ausgeben muss, um den Markt zu bedienen.

Allein am 22. Mai verkaufte die Gesellschaft gut 2,2 Millionen Papiere aus dem eigenen Bestand. Der Ausgabepreis lag dabei rund 6,5 Prozent über dem Nettoinventarwert des Fonds. Zuvor hatte das Management bereits in zwei Tranchen über zwei Millionen Aktien platziert.

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An der Börse kommt dieser Strategiewechsel hervorragend an. Die Aktie markierte am Montag bei 18,75 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Kursplus von fast 35 Prozent auf der Anzeigetafel.

SpaceX-Börsengang beflügelt Fantasie

Marktbeobachter sehen einen klaren Auslöser für den plötzlichen Ansturm. Der Fonds hält massive Positionen in KI-Profiteuren wie Nvidia und ASML, profitiert aber vor allem von seinem ungelisteten Portfolio. Hier sticht SpaceX als absolutes Schwergewicht heraus. Das Raumfahrtunternehmen peilt für den 12. Juni seinen Börsengang an.

Berichten zufolge wird dabei eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar angestrebt. Ein erfolgreiches IPO würde den Wert der schottischen Beteiligung massiv nach oben katapultieren. Kein Wunder, dass Anleger sich im Vorfeld positionieren wollen.

Mehr Spielraum für private Wetten

Um diesen Schwung zu nutzen, hat sich das Fondsmanagement um Tom Slater kürzlich mehr Beinfreiheit gesichert. Die Aktionäre genehmigten im April einen zusätzlichen Puffer von 250 Millionen Pfund für Investments abseits der Börse.

Aktuell stecken rund 40 Prozent des Gesamtvermögens in 53 privaten Unternehmen. Die neue Regelung erlaubt es den Managern, diese lukrativen, aber illiquiden Positionen weiter auszubauen, selbst wenn interne Schwellenwerte überschritten werden. Die Ausgabe neuer Aktien zum Aufschlag spült dafür frisches Kapital in die Kasse und steigert parallel den inneren Wert für Altaktionäre.

Der Fokus richtet sich nun voll auf den Juni. Mit dem anstehenden SpaceX-Börsengang steht der wichtigste Katalysator für das Private-Equity-Portfolio unmittelbar bevor. Gelingt das Mega-IPO zu der anvisierten Rekordbewertung, dürfte der Aufschlag auf den Nettoinventarwert des Fonds weiter wachsen.

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