Scottish Mortgage: Mitsubishi UFJ kauft 33,6 Millionen Anteile
Scottish Mortgage setzt auf Börsengänge von SpaceX und Anthropic. Ein japanischer Investor stockt auf, während der Fonds frisches Kapital einsammelt.

- Mitsubishi UFJ erhöht Anteil auf über 3 Prozent
- Kapitalerhöhung bringt rund 95 Millionen Pfund
- SpaceX und Anthropic bereiten Börsengang vor
- Aktionäre stimmen über höhere Privatmarktquote ab
Bei Scottish Mortgage stehen die Zeichen auf Umbruch. Zwei der wichtigsten Portfoliounternehmen steuern auf die Börse zu. Parallel dazu sichert sich ein japanischer Finanzriese ein strategisches Aktienpaket. Das Timing ist kein Zufall.
Frisches Kapital und prominente Käufer
Anfang Juni meldete Mitsubishi UFJ Asset Management den Sprung über die Drei-Prozent-Schwelle. Der japanische Vermögensverwalter kontrolliert nun gut 33,6 Millionen Anteile. Solche massiven institutionellen Käufe werten Marktbeobachter als klaren Vertrauensbeweis in die Strategie des Fonds.
Das Management nutzt die aktuelle Lage für eine Kapitalmaßnahme. Der Trust platzierte kürzlich neue Aktien mit einem Aufschlag zum Nettoinventarwert und sammelte so rund 95 Millionen Pfund ein. Eine klare Abkehr von den massiven Aktienrückkäufen der Vorjahre.
IPO-Fantasie bei SpaceX und Anthropic
Das Portfolio wird stark von zwei Börsenkandidaten dominiert. SpaceX macht mittlerweile 21 Prozent des Fondsvermögens aus, was einem Wert von etwa 3,5 Milliarden Pfund entspricht. Ende Mai reichte das Raumfahrtunternehmen seinen vorläufigen Börsenprospekt bei der US-Börsenaufsicht ein.
Scottish Mortgage bewertet SpaceX intern mit 1,25 Billionen US-Dollar. Das Management bleibt damit bewusst unter den höheren Schätzungen aus der Presse, da die eigene Bewertung strikt auf nachprüfbaren Transaktionen basiert.
Ein weiterer Kurstreiber ist Anthropic. Der Entwickler der KI Claude hat vertrauliche IPO-Dokumente eingereicht und erreichte bei der letzten Finanzierungsrunde eine Bewertung von 965 Milliarden Dollar. Scottish Mortgage hält 2,6 Prozent an dem KI-Spezialisten.
Hauptversammlung als Katalysator
An der Börse kühlt die Stimmung kurzfristig ab. Die Aktie notiert aktuell bei 17,00 Euro und verlor auf Wochensicht knapp sieben Prozent.
Seit Jahresbeginn steht dennoch ein sattes Plus von über 22 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bleibt komfortabel.
Am 2. Juli treffen sich die Aktionäre in Edinburgh. Sie stimmen darüber ab, die bisherige Obergrenze von 30 Prozent für Privatmarktinvestitionen aufzuheben. Ein positives Votum gibt dem Management den nötigen Spielraum für weitere ungelistete Beteiligungen.
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