Scout24: Analysten setzen 100-Euro-Ziel

Die Scout24-Aktie zeigt kurzfristige Erholungstendenzen, bleibt aber im Jahresvergleich deutlich im Minus. Analysten sehen Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Kurs legt leicht zu
  • Jahrestrend bleibt negativ
  • Immobilienmarkt als Schlüsselfaktor
  • Analysten sehen Kurspotenzial

Scout24 geht mit gemischtem Bild in die neue Woche. Der Kurs hat sich zuletzt etwas gefangen, steht auf Jahressicht aber weiter klar unter Druck. Frische Unternehmensmeldungen sind vorerst nicht in Sicht.

Kurs stabilisiert sich

Am Freitag schloss die Aktie bei 75,55 Euro und legte leicht um 0,73 Prozent zu. Auf Wochensicht summiert sich das Plus auf 4,28 Prozent, über 30 Tage sind es 8,47 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Scout?

Der längerfristige Trend bleibt jedoch angeschlagen. Seit Jahresanfang liegt das Papier 11,33 Prozent im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar 37,46 Prozent. Der Kurs notiert unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 83,94 Euro, aber über der 100-Tage-Linie von 72,41 Euro und auch über dem 50-Tage-Durchschnitt von 70,15 Euro.

Fundamentale Signale bleiben gemischt

Der RSI von 57,8 signalisiert kein Extrem. Die Aktie wirkt damit weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte Volatilität von 42,04 Prozent zeigt aber, dass Anleger bei Scout24 weiter mit deutlichen Schwankungen rechnen müssen.

Für die Einordnung hilft auch der größere Rahmen. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 122,80 Euro, das Tief bei 62,60 Euro. Vom Tief hat sich der Titel bereits um 20,69 Prozent gelöst, bleibt vom Hoch aber noch weit entfernt.

Was die Woche prägen dürfte

Konkrete neue Termine für Scout24 stehen in den nächsten Tagen nicht an. Deshalb rückt das Umfeld in den Vordergrund. Für den Immobilienmarktplatz zählt vor allem, wie sich der deutsche Wohnungsmarkt und die Konjunkturdaten entwickeln.

Im ersten Quartal hatte Scout24 noch geliefert. Der Umsatz stieg um 13,9 Prozent, organisch um 10,7 Prozent. Die Marge kletterte auf 60,1 Prozent. Getragen wurde das von dem B2B-Subscription-Geschäft, Investitionen in Produkt und Technologie sowie dem Ausbau von KI-Anwendungen.

Hinzu kommt der Kapitalmarktblick. Der Median des Analysten-Kursziels lag zuletzt bei 100,00 Euro. Scout24 bestätigte außerdem die Prognose für 2026 mit einem Umsatzplus von 16 bis 18 Prozent und einer ooEBITDA-Marge von bis zu 61 Prozent. Das Aktienrückkaufvolumen wurde erhöht.

Immobilienmarkt und Makrodaten im Fokus

Für Anleger bleibt der deutsche Immobilienmarkt der wichtigste Taktgeber. Prognosen für 2026 sprechen von einer Stabilisierung und einem durchschnittlichen Preisanstieg von rund 3,1 Prozent bei selbstgenutzten Wohnimmobilien. In Metropolregionen könnte es mehr sein.

Am 8. Juni stehen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe für April an. Einen Tag später folgen die Daten zur Produktion im Produzierenden Gewerbe. Solche Zahlen bewegen Scout24 nicht direkt, sie prägen aber die Stimmung für Konjunktur, Zinsen und Immobiliennachfrage.

Für die Aktie bleibt damit vor allem ein Thema entscheidend: Hält die jüngste Erholung, wenn das Marktumfeld ruhig bleibt und der Immobiliensektor weiter Stabilität zeigt.

Scout-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Scout-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Scout-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Scout-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Scout: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Scout