Sellas Life Sciences Aktie: Die REGAL-Ermittlungen?

Der Kurs legte im US-Handel um 3,5 Prozent zu; neue Unternehmensmeldungen oder Analystenbewertungen gab es nicht.

Die Kernpunkte:
  • Aktie schloss bei 10,45 Euro
  • Keine neuen Unternehmensmeldungen zum Kursplus
  • SLS009 zeigte Aktivität in Tumormodellen
  • Jahresplus der Aktie beträgt 269 Prozent

Die Papiere von Sellas Life Sciences haben gestern einen deutlichen Tagesgewinn erzielt. Im regulären Handel an den US-Börsen kletterte die Aktie um 3,5 % und schloss bei 10,45 €. Für diesen Anstieg gab es weder operative Mitteilungen des Unternehmens noch neue Studienberichte. Auch meldepflichtige Transaktionen von Insidern oder neue regulatorische Einreichungen lagen nicht vor.

Zudem blieben frische Bewertungen von Analystenhäusern aus. Da sich auch der breitere US-Gesundheitssektor am späten Freitag kaum bewegte, bleibt die Ursache für das Kursplus Medienberichten zufolge unklar. Die Bewegung im Handel vollzog sich damit ohne einen unmittelbar nachweisbaren fundamentalen Auslöser.

Präklinische Daten zu SLS009 auf der AACR-Tagung

Vor gut einer Woche stand die AACR-Konferenz zu SLS009 im Mittelpunkt des Marktinteresses, seither legte die Aktie um 2,5 % zu. Auf dieser wissenschaftlichen Fachtagung zu Bauchspeicheldrüsenkrebs präsentierte Sellas Life Sciences Group präklinische Daten zu seinem Entwicklungskandidaten SLS009. Das Unternehmen untersuchte den Wirkstoff in Organoid-Modellen des duktalen Adenokarzinoms der Bauchspeicheldrüse.

Für diesen Kongress waren im Vorfeld drei entsprechende präklinische Studien für Posterpräsentationen angenommen worden. Die vorgestellten Untersuchungen belegten eine biologische Aktivität von SLS009 in diesen Tumormodellen.

Diese Wirksamkeit zeigte sich insbesondere auch in einem Modell, das eine Resistenz gegenüber Daraxonrasib aufwies. Einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Forschungsdaten und der gestrigen Kursbewegung stellten Berichte jedoch nicht her.

Juristische Untersuchungen und Kursentwicklung im Jahresverlauf

Neben den wissenschaftlichen Tagungsbeiträgen prägten rechtliche Themen das Umfeld des Unternehmens. Vor rund zwei Wochen rückten Ermittlungen wegen der Verzögerung von Ergebnissen der klinischen REGAL-Studie in das Blickfeld der Marktteilnehmer; seither stieg das Papier um 4,0 %.

Ebenfalls vor gut einer Woche begann zudem eine Anwaltsuntersuchung möglicher Ansprüche von Anlegern, seit der die Aktie um 2,5 % zulegte. Neue verfahrensbezogene Mitteilungen oder Zwischenstände zu diesen Vorgängen wurden in den vergangenen Tagen nicht bekannt.

Übergeordnet verzeichnet der Titel eine bemerkenswerte Entwicklung an den Märkten. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursplus der Aktie auf 269 %. Trotz des unklaren Impulses am gestrigen Handelstag bewegt sich das Papier damit weiterhin auf einem im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Niveau.

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