Sellas Life Sciences Aktie: REGAL-Schwelle bei 78 von 80 erreicht

Die finale Auswertung der Phase-3-Studie zu galinpepimut-S bei AML rückt näher. Der Aktienkurs spiegelt hohe Erwartungen wider.

Die Kernpunkte:
  • REGAL-Studie kurz vor Endauswertung
  • Aktie verzeichnet deutliche Kursgewinne
  • BlackRock erhöht Beteiligung deutlich
  • Analysten sehen Risiken bei Studiendaten

Sellas Life Sciences steht kurz vor dem klinischen Moment, der die Bewertung neu ordnen kann. Die REGAL-Studie zu galinpepimut-S bei akuter myeloischer Leukämie nähert sich der finalen Auswertung. Der Kurs hat die Erwartung bereits kräftig vorweggenommen — und genau das macht die Lage heikel.

REGAL rückt in die Schlussphase

REGAL ist eine Phase-3-Studie für GPS bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie. Sellas bestätigte am 12. Mai, dass der für die Endauswertung nötige Schwellenwert fast erreicht ist. Zum Stichtag einen Tag zuvor waren 78 der benötigten 80 Ereignisse eingetreten.

Sobald die letzte Schwelle erreicht ist, folgt nach Unternehmensangaben der Datenbankschluss. Danach werden die Topline-Ergebnisse entblindet. Auf dem Stifel Virtual Targeted Oncology Forum am 19. Mai bekräftigte das Management diesen Ablauf.

Der Markt reagiert deshalb nicht nur auf Daten, sondern auf Timing. Bei Biotech-Werten kann diese Phase besonders sensibel sein: Jede Verzögerung, jedes Update und jede Management-Aussage wird auf Hinweise zur Wirksamkeit gelesen. Kein Wunder, dass die Aktie zuletzt heftig schwankte.

Kurslauf mit viel Erwartung

Am Freitag schloss die Sellas-Aktie bei 6,76 Euro, ein Tagesplus von 4,00 Prozent und ein Wochengewinn von 10,46 Prozent. Das Wochenhoch vom 20. Mai bei 7,70 Euro liegt 12,21 Prozent über dem Schlusskurs.

Der Aufwärtstrend bleibt damit intakt, wirkt aber nicht mehr unbelastet. Nach dem starken Lauf ist viel Hoffnung im Preis enthalten. Das erhöht die Fallhöhe, falls die REGAL-Daten nicht klar überzeugen.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte institutionelle Aktivität. BlackRock erhöhte seine Beteiligung um 62 Prozent. An den stärksten Handelstagen wechselten mehr als 25 Millionen Aktien den Besitzer.

Analystenskepsis trifft auf Pipeline-Hoffnung

Die bullische Lesart ist einfach: Eine länger laufende Studie könnte bedeuten, dass Patienten im GPS-Arm länger überleben. Genau darauf setzt der Markt. Bei onkologischen Spätphasenstudien ist diese Interpretation häufig der Kern der Spekulation.

Allerdings gibt es eine zweite Lesart. Ein Bericht vom 22. Mai stufte die Aktie auf „Strong Sell“ herunter und verwies auf das Risiko, dass die lange Studiendauer auch durch bessere Überlebensdaten im Kontrollarm erklärbar sein könnte. Das wäre für die Bewertung deutlich weniger positiv.

Finanziell geht Sellas nicht geschwächt in diese Phase. Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 107,1 Millionen Dollar. Im laufenden Quartal kamen rund 7,5 Millionen Dollar aus der Ausübung ausstehender Optionsscheine hinzu.

Das Management sieht die Finanzierung damit bis ins Jahr 2029 gesichert. Das verschafft Zeit, falls nach REGAL weitere klinische oder regulatorische Schritte nötig werden.

Neben GPS treibt Sellas SLS009, auch tambiciclib genannt, weiter voran. Die Dosierung läuft in einer Phase-2-Studie mit 80 neu diagnostizierten AML-Patienten. Topline-Daten sind für das Schlussquartal 2026 vorgesehen.

Der nächste harte Marker ist die offizielle Meldung zum Erreichen des 80. Ereignisses in REGAL. Danach dürfte die Aktie weniger auf Erwartungen reagieren und stärker auf die Qualität der Überlebensdaten. Genau dort entscheidet sich, ob der jüngste Kurslauf fundamental getragen ist.

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