Sellas Life Sciences Aktie: REGAL-Schwelle bleibt unerreicht

Sellas gewinnt im August 41 Prozent, während die REGAL-Studie bei 78 Ereignissen steht und Analysten hohe Kursziele nennen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie legt im August 41 Prozent zu
  • REGAL-Studie zählt bislang 78 Ereignisse
  • Forschungsausgaben steigen auf 6,3 Millionen Dollar
  • Analysten nennen Kursziele bis 35 Dollar

Nach einem äußerst starken Handelsmonat August rückt das Biotechnologie-Unternehmen Sellas Life Sciences verstärkt in den Fokus der Marktbeobachter. Die Aktie konnte im vergangenen Monat um rund 41 Prozent zulegen und setzt damit eine dynamische Entwicklung fort. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 295 Prozent.

Gestützt wird diese Entwicklung durch eine allgemein positive Stimmung im Sektor, die zuletzt auch durch milliardenschwere Übernahmen wie den Kauf von Merida Biosciences durch Eli Lilly befeuert wurde. Im aktuellen Marktumfeld notiert das Papier rund 93 Prozent über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.

Status der REGAL-Studie im Fokus

Das wichtigste Projekt für die Bewertung des Unternehmens bleibt die klinische Phase-3-Studie REGAL, in der der Wirkstoff Galinpepimut-S (GPS) zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie untersucht wird.

Das Erreichen der Zielmarke von 80 klinischen Ereignissen gilt als entscheidender Meilenstein für die Einleitung einer Zwischenanalyse. Nachdem am Freitag unbestätigte Berichte über das Erreichen dieser Schwelle kursierten, bleibt die offizielle Zählung des Unternehmens laut Medienberichten bei 78 von 80 erforderlichen Ereignissen.

Anleger warten gespannt auf die Daten zum medianen Gesamtüberleben. Das Studiendesign sieht vor, eine Überlebensdauer von 12,6 Monaten in der GPS-Gruppe gegenüber 8 Monaten in der Kontrollgruppe nachzuweisen. Ein Erfolg in dieser Studie könnte den Weg für eine spätere Zulassung ebnen und gilt als der zentrale Kurstreiber für die kommenden Monate.

Investitionen in Forschung und Entwicklung steigen

Die jüngsten Quartalszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 verdeutlichen den hohen Kapitalbedarf für die klinische Entwicklung. Sellas steigerte die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 62 Prozent auf 6,3 Millionen US-Dollar.

Auch die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 45,1 Prozent und lagen bei 4,3 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust für das Quartal belief sich auf 9,6 Millionen US-Dollar, was einem Verlust von 0,05 US-Dollar je Aktie entspricht.

Finanziell ist das Unternehmen derzeit solide aufgestellt, um die laufenden Studien voranzutreiben. Zum Ende des Berichtzeitraums verfügte Sellas über liquide Mittel in Höhe von 138,3 Millionen US-Dollar. Diese Liquidität ermöglicht es dem Management, die nächsten klinischen Schritte ohne unmittelbaren Finanzierungsdruck anzugehen.

Analysten heben hohe Kursziele hervor

Trotz der massiven Kurssteigerungen im bisherigen Jahresverlauf sehen viele Analysten das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Laut Berichten von Barchart wird die Aktie im Konsens mit „Strong Buy“ eingestuft. Ein Analystenhaus setzt das Kursziel bei 32,50 US-Dollar an, was mehr als das Doppelte des aktuellen Niveaus bedeuten würde. Das optimistischste Kursziel am Markt liegt derzeit sogar bei 35 US-Dollar.

Das Vertrauen der Experten speist sich vor allem aus der Erwartung positiver Studiendaten. Dennoch bleibt das Papier volatil: Vom 52-Wochen-Hoch, das am 30. Juni bei 15,25 Euro markiert wurde, hat sich der Kurs inzwischen wieder etwas entfernt. Dennoch unterstreicht das enorme Aufwärtspotenzial in den Schätzungen der Analysten die spekulative Erwartungshaltung hinsichtlich der REGAL-Ergebnisse.

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