Sellas Life Sciences Aktie: REGAL vor 80. Ereignis
Sellas Life Sciences meldet 78 von 80 benötigten Ereignissen in der AML-Studie REGAL. Die finale Analyse rückt damit in greifbare Nähe.

- 78 von 80 Ereignissen erreicht
- Finale Analyse unmittelbar bevorstehend
- Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen
- Schiedsverfahren gegen Sellas entschieden
Das Biopharma-Unternehmen Sellas Life Sciences steht unmittelbar vor einem entscheidenden Meilenstein in seiner klinischen Entwicklung. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, verzeichnet die Phase-3-Studie REGAL zur Untersuchung von Galinpepimut-S (GPS) bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) aktuell 78 der insgesamt 80 erforderlichen Todesfall-Ereignisse. Diese Ereignisse sind die Voraussetzung für die Durchführung der finalen Analyse. Das Unternehmen bleibt gemäß dem Studienprotokoll so lange gegenüber den Daten verblindet, bis das 80. Ereignis eingetreten ist.
Klinischer Schwellenwert und Marktreaktion
Die REGAL-Studie stellt das Kernstück der aktuellen Pipeline von Sellas Life Sciences dar. Die Nachricht, dass nur noch zwei Ereignisse bis zur Entblindung und anschließenden Auswertung der Daten fehlen, sorgt am Markt für erhebliche Aufmerksamkeit. Bereits am Montag dieser Woche verzeichnete die Aktie im Handelsverlauf einen Zuwachs von 12,4 %, was Medienberichten zufolge auf Spekulationen von Investoren über einen baldigen Abschluss der Datenerhebung zurückzuführen war.
Die Spannung der Anleger gründet sich auf der Erwartung der Wirksamkeitsdaten von GPS. Das Unternehmen hat bekräftigt, dass die finale Analyse unmittelbar nach Erreichen der Zielmarke von 80 Ereignissen eingeleitet wird. Das Papier spiegelt diese Erwartungshaltung wider: Im heutigen Handel notiert der Wert bei 10,20 € und verzeichnet damit ein Plus von 0,49 %. Seit Jahresbeginn summiert sich der Wertzuwachs auf beachtliche 259,79 %.
Finanzielle Lage und Schiedsverfahren in Hongkong
Parallel zu den klinischen Entwicklungen gab Sellas Life Sciences Einblicke in seine finanzielle Verfassung und juristische Auseinandersetzungen. Für das zweite Quartal 2026 erwarteten Analysten Medienberichten zufolge einen Verlust von 0,05 US-Dollar pro Aktie. Eine detaillierte Erörterung der Quartalszahlen sowie ein allgemeines Unternehmens-Update sind für eine Telefonkonferenz am kommenden Montag, den 10. August, angesetzt. Zum 30. Juni 2026 verfügte das Unternehmen laut einer Pflichtmitteilung über vorläufige, ungeprüfte Barmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 138,3 Millionen US-Dollar.
Ein rechtlicher Disput mit dem Partnerunternehmen 3D Medicines fand bereits am 27. Juli seinen vorläufigen Abschluss. Ein Schiedsrichter am Hong Kong International Arbitration Centre wies sämtliche Forderungen von Sellas in Bezug auf Meilensteinzahlungen in Höhe von 13,0 Millionen US-Dollar ab. Infolgedessen wurde Sellas angewiesen, die gegnerischen Rechtskosten in Höhe von rund 1,0 Million US-Dollar (ca. 7,98 Millionen HK$) zu begleichen. Die Frist für diese Zahlung läuft am heutigen Freitag ab. Trotz dieser Entscheidung bestätigte 3D Medicines laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters, die Entwicklung und Vermarktung von GPS in China im Rahmen der bestehenden Lizenzvereinbarung fortzusetzen. In dieser Vereinbarung verbleiben potenzielle künftige Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt 191,5 Millionen US-Dollar.
Institutionelles Vertrauen und Analystenrückblick
Die Zusammensetzung des Aktionariats von Sellas Life Sciences hat sich zuletzt deutlich in Richtung institutioneller Investoren verschoben. Medienberichten zufolge stieg deren Anteil am Unternehmen nach der jüngsten Berichtsperiode auf 36,34 %. Namhafte Adressen wie Vanguard Capital Management und Daiwa Securities haben ihre Positionen dabei signifikant ausgebaut. Ergänzend dazu reichte das Unternehmen Ende Juli eine Offenlegung über die Beteiligungsverhältnisse eines weiteren institutionellen Investors ein.
Mit Blick auf die Bewertung des Unternehmens zeigten sich Analystenhäuser im vergangenen Monat optimistisch. Anfang Juli hoben sowohl das Maxim Group als auch Alliance Global Partners ihre Kursziele für die Aktie deutlich an. Während das Maxim Group am 9. Juli ein Ziel von 30,00 US-Dollar ausgab, setzte Alliance Global Partners die Marke am 6. Juli bei 25,00 US-Dollar fest. Beide Häuser begründeten ihre Einschätzungen zu diesem Zeitpunkt mit der positiven Erwartungshaltung für die laufenden Studienprogramme. Angesichts der nun unmittelbar bevorstehenden Ergebnisse der REGAL-Studie bereitet sich der Markt auf eine Phase erhöhter Volatilität vor, sobald die Datenverblindung aufgehoben wird.
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