Sellas Life Sciences: Jefferies hält 200.459 Aktien

Jefferies erhöht Anteil an Sellas Life Sciences. Der Biotech-Konzern treibt die finale Auswertung der Phase-3-Studie REGAL voran.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies meldet neue Aktienposition
  • REGAL-Studie vor finaler Analyse
  • Liquidität von 138,3 Millionen Dollar
  • Aktie steigt um 13 Prozent

Sellas Life Sciences bleibt im Fokus der Anleger – und diesmal ist es nicht die Krebsimpfstoff-Euphorie der Konkurrenz, die den Kurs treibt, sondern eine konkrete institutionelle Positionierung. Jefferies hat eine neue Beteiligung von 200.459 Aktien an dem Biotech-Unternehmen offengelegt. Die Nachricht fällt in eine Phase, in der Sellas selbst die entscheidende Vorbereitungsarbeit für seine zentrale Studie abschließt.

Das Unternehmen bereitet aktuell den Datenbank-Lock sowie die finale Analyse für die zulassungsrelevante Phase-3-Studie REGAL vor, die den Wirkstoff Galinpepimut-S bei akuter myeloischer Leukämie (AML) untersucht. Diese Arbeiten sind der letzte Schritt vor der Auswertung der Studienergebnisse, deren Ausgang für die Bewertung des Unternehmens entscheidend sein dürfte.

CEO verweist auf wissenschaftliche Grundlage

Vorstandschef Angelos Stergiou verwies zuletzt auf eine Studie zu pädiatrischer Leukämie, die aus seiner Sicht die wissenschaftliche Basis des REGAL-Programms untermauert. Der Hinweis fällt in eine Phase, in der sich das Unternehmen offiziell in einer Quiet Period befindet – der üblichen Zurückhaltung vor der Veröffentlichung von Topline-Ergebnissen einer zulassungsrelevanten Studie.

Diese Zurückhaltung dürfte auch erklären, warum Sellas selbst derzeit keine neuen Unternehmensmeldungen veröffentlicht. Ein Teil der jüngsten Kursbewegung wird Medienberichten zufolge nicht auf Sellas-spezifische Nachrichten zurückgeführt, sondern auf Übertragungseffekte aus der Krebsimpfstoff-Branche insgesamt, ausgelöst durch Daten von Moderna und Merck. Das unterstreicht, wie sensibel der Markt derzeit auf jedes Signal aus dem Immuntherapie-Segment reagiert.

Bilanz und Ausblick

Vor rund zwei Wochen hatte Sellas seine Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt: Zum 30. Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 138,3 Millionen US-Dollar bei einem Nettoverlust von 9,6 Millionen US-Dollar.

Seither hat die Aktie um 28,6 Prozent zugelegt. Die Kapitaldecke gibt dem Unternehmen Spielraum, ohne kurzfristig auf frisches Kapital angewiesen zu sein – ein Faktor, der angesichts der bevorstehenden Studienauswertung an Bedeutung gewinnt.

Neben REGAL verfolgt Sellas auch das Programm SLS009, für das im vierten Quartal 2026 Topline-Daten aus einer Phase-2-Studie erwartet werden. Die REGAL-Studie selbst soll nach Erreichen des 80. Ereignisses in die finale Analysephase übergehen – ein Meilenstein, der nach Unternehmensangaben inzwischen erreicht wurde.

Kursreaktion spiegelt hohe Erwartungen

Am Freitag legte die Aktie um 13 Prozent zu und schloss bei 13,05 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Plus auf 18 Prozent. Die Bewegung zeigt, wie stark der Markt die anstehenden REGAL-Daten bereits einpreist – jede Nachricht rund um die Studie oder institutionelle Zukäufe wie jener von Jefferies wirkt derzeit als Kurstreiber.

Für Anleger bleibt die Gemengelage zweischneidig: Die Positionierung von Jefferies signalisiert institutionelles Vertrauen, doch die eigentliche Bewährungsprobe steht erst noch bevor. Erst mit den Topline-Ergebnissen der REGAL-Studie wird sich zeigen, ob die seit Monaten anhaltende Kursrally auf soliden klinischen Daten fußt oder ob sie überwiegend von Sektor-Euphorie getragen wurde.

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