SentinelOne Aktie: 1,16 Milliarden Dollar ARR

SentinelOne-CEO veräußert Anteile, während das Unternehmen mit KI-Integrationen und soliden Quartalszahlen gegen den Kurstrend kämpft.

Die Kernpunkte:
  • CEO verkauft Aktien im Wert von 836.000 Euro
  • Neue KI-Partnerschaft mit Anthropic angekündigt
  • Umsatzwachstum von 21 Prozent im ersten Quartal
  • Aktie notiert 24 Prozent unter Jahreshoch

Tomer Weingarten verkauft Anteile. Der Chef von SentinelOne hat diese Woche Aktien im Wert von rund 836.000 Euro abgestoßen. Die Transaktion erfolgte über einen vorgeplanten Handelsplan – und fällt mit einem Kurs zusammen, der deutlich unter dem Jahreshoch liegt.

Der Verkauf von 57.296 Aktien zu durchschnittlich 14,60 Dollar ist kein Alarmzeichen. Solche 10b5-1-Pläne werden Monate im Voraus aufgesetzt, um Insidern rechtskonforme Verkäufe zu ermöglichen. Weingartens Plan stammt vom Juni 2025. Dennoch: Sein Anteil schrumpfte um knapp drei Prozent. Direkt hält er noch 1,89 Millionen Papiere.

Künstliche Intelligenz als Trumpf

Einen Tag nach dem Verkauf präsentierte SentinelOne eine strategische Neuausrichtung. Neue Integrationen mit Claude, dem KI-Modell von Anthropic, sollen die Sicherheitsplattform stärken. SOC-Teams können künftig Claude-Aktivitäten mit bestehenden Sicherheitsdaten verknüpfen – für schnellere Erkennung und Abwehr von Angriffen.

Die hauseigenen Wayfinder Frontier AI Services setzen auf Claude Opus 4.7. Ziel: reale Angriffsketten automatisiert identifizieren und neutralisieren, bevor Schaden entsteht. Ein klarer Differenzierungsversuch in einem Markt, in dem KI-gestützte Angriffe rasant zunehmen.

Zahlen besser als der Kurs

Operativ läuft es solide. Im ersten Fiskalquartal 2027 legte der Umsatz um 21 Prozent auf 277 Millionen Dollar zu. Die jährlich wiederkehrenden Einnahmen (ARR) stiegen auf 1,16 Milliarden Dollar – plus 23 Prozent. Die operative Marge (non-GAAP) kletterte auf vier Prozent.

Für das laufende Quartal stellt SentinelOne Erlöse zwischen 289 und 291 Millionen Dollar in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei sechs bis acht Cent liegen. Für das Gesamtjahr 2027 rechnet das Management mit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Dollar.

Die Aktie notierte zuletzt bei 12,89 Euro – rund 24 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 16,95 Euro. Auf Jahressicht liegt das Papier 16,5 Prozent im Minus. Die operative Erholung kommt am Markt bislang nicht an. Die KI-Offensive ist der Versuch, das zu ändern. Die Ergebnisse des zweiten Quartals im August werden zeigen, ob der Anker hält.

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