Senvion hat Visionen für die Zukunft

Der Hersteller für Windenergieanlagen Senvion will die internationale Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens langfristig sichern. Dafür werden die Kosten aller Unternehmensbereiche unter die Lupe genommen und Standorte geschlossen.

Denn bereits seit Längerem steckt der Hersteller aus Hamburg in den roten Zahlen. Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden, indem man Kosten senkt und hunderte von Jobs streicht. Es wurde ein Programm initiiert, um alle Bereiche zu überprüfen. Außerdem werden Überkapazitäten in der Produktion und der Forschung und Entwicklung abgebaut. Zukünftig soll weiterhin nachhaltig in neue Technologien sowie in die Qualität der Produkte und Serviceleistungen investiert werden.

Senvion will wettbewerbsfähiger werden

Von dem geplanten Maßnahmenpaket verspricht sich Senvion eine Sicherheit für die Zukunft und mehr Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz. Es sollen rund 780 Stellen weltweit abgebaut werden, vor allem aber an den deutschen Standorten Husum, Trampe und Bremerhaven. Der Konzern will nun zeitnah mit den Gesprächen der Arbeitnehmergremien beginnen, um einen Sozialplan zu erstellen. Denn die nötigen Veränderungen sollen so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden.

CEO Jürgen Geißinger sagte hierzu: "Wir stellen mit dem Programm die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Der Stellenabbau ist leider unvermeidlich, um das Unternehmen als Ganzes mit seinen dann rund 4.100 Arbeitsplätzen zukunftsfähig zu erhalten. Mit diesem Schritt stellen wir nun die Weichen für unser globales Wachstum in den nächsten Jahren."

Die jährlichen Kosten sollen durch diese Maßnahmen um rund 40 Mio. Euro sinken, obwohl der Umbau wohl zunächst einmal Geld kosten wird. Aber spätestens in 2018 würden die Einsparungen aber den Aufwand übersteigen. "Wir sehen die Effizienzsteigerungen als einen der Kernfokuspunkte für eine erfolgreiche Zukunft. Die angekündigten Änderungen sind hart, aber ein erforderlicher Schritt", fügt Senvion CFO Manav Sharma hinzu.

Aktie im Aufwind

Das Ergebnis für das Jahr 2016 und das komplette Zukunftsprogramm wird das Unternehmen bei der Vorlage der Jahreszahlen vorstellen. Früher war Senvion unter dem Namen Repower bekannt und im März des vergangenen Jahres wieder an die Börse gebracht worden. Die Anleger waren erfreut über die Meldungen und belohnten die Aktie mit einem Gewinn von über 3 % bis zum Mittag.

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