Sequans Aktie: 14,6 Prozent auf neues 52-Wochen-Hoch
Der IoT-Chip-Spezialist tilgt alle Krypto-Wandelschulden durch Bitcoin-Verkäufe und fokussiert sich nun auf das Kerngeschäft.

- Rückzahlung aller Bitcoin-Wandelschulden abgeschlossen
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Fokuswechsel zurück zum IoT-Kerngeschäft
- Verbleibende Bitcoin-Bestände werden schrittweise verkauft
Sequans Communications macht einen radikalen Schnitt. Der französische IoT-Chip-Spezialist hat alle ausstehenden Wandelschulden zurückgezahlt – finanziert durch den Verkauf eines Teils seiner Bitcoin-Bestände. Die Botschaft ans Management: kein Spekulationskonto mehr, sondern volle Konzentration aufs Kerngeschäft.
Die Aktie belohnt den Schritt. Sie schoss am Freitag um 14,6 Prozent auf 4,40 Euro hoch und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Vor zwei Monaten notierte das Papier noch bei 2,14 Euro.
Rückkehr zum Kerngeschäft
Sequans hat nach der Rückzahlung noch rund 658 Bitcoin in der Bilanz – und die sind jetzt vollständig unbelastet. Das Unternehmen beendet seine Digital-Asset-Strategie und wird die verbleibenden Bestände über die Zeit verkaufen. Kurz gesagt: Schluss mit den Bitcoin-Spekulationen.
Stattdessen fließen alle Ressourcen in das IoT-Halbleitergeschäft. CEO Georges Karam betonte, die Rückzahlung sei ein Wendepunkt. Die Bilanz sei gestärkt, die Kapitalstruktur vereinfacht. Im Fokus steht jetzt die 5G-eRedCap-Roadmap, dazu neue Märkte für 4G- und RF-Transceiver-Produkte.
Parallel meldet Sequans wachsendes Interesse an seinen Funklösungen für softwaredefinierte Anwendungen – unter anderem in Verteidigung und Drohnentechnik.
Zahlen mit Nebenwirkungen
Für das erste Quartal 2026 weist Sequans einen Umsatz von 6,1 Millionen Dollar aus. Der operative Verlust enthielt allerdings unrealisierte Verluste aus der Bitcoin-Wertminderung sowie realisierte Nettoverluste aus den Bitcoin-Verkäufen zur Schuldentilgung und zum Aktienrückkauf.
Der Jahresbericht für 2025 wurde Mitte Mai eingereicht.
Ob Sequans seine verbleibenden Bitcoin zügig veräußert oder auf bessere Kurse wartet, dürfte die nächsten Wochen prägen. Klar ist: Das Unternehmen hat seine Wette auf Krypto beendet – und setzt jetzt alles auf die Chipkarte.
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