ServiceNow Aktie: 1,5 Milliarden Dollar Now-Assist-Ziel bis 2026
ServiceNow hebt KI-Ziele an und startet massiven Aktienrückkauf. Trotz Margendruck durch die Armis-Übernahme erholt sich der Kurs.

- KI-Sparte Now Assist mit 50 Prozent mehr Umsatzziel
- Übernahme von Armis belastet vorübergehend die Marge
- Aktienrückkäufe im Wert von 4,2 Milliarden Dollar angekündigt
- Kurs erholt sich nach Bruch des Abwärtstrends
Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei ServiceNow klafften Realität und Stimmung zuletzt weit auseinander. Nach einem brutalen Ausverkauf im April steuert der Softwarekonzern nun massiv gegen. Das Management hebt die internen KI-Ziele deutlich an. Ein aggressives Aktienrückkaufprogramm flankiert die Offensive.
Die KI-Offensive greift
Ein zentraler Treiber für die aktuelle Erholung ist das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. ServiceNow erwartet für seine „Now Assist“-Suite nun einen jährlichen Vertragswert von 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Das entspricht einem Sprung von 50 Prozent gegenüber dem vorherigen Ziel.
Die Nachfrage nach automatisierten Workflows wächst rasant. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen 130 Prozent mehr Kunden mit KI-Ausgaben über einer Million Dollar. Das neue System „Otto“ lieferte direkt nach dem Start sechs Großaufträge in dieser Größenordnung.
Teurer Zukauf drückt die Margen
Diese Erfolge traten im April noch in den Hintergrund. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal zwar um 22 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar. Die Folge: Dennoch ein massiver Ausverkauf. Zwei Faktoren lösten den Kurssturz aus. Einerseits verzögerten regionale Konflikte im Nahen Osten mehrere lukrative Vertragsabschlüsse.
Andererseits belastet die Übernahme von Armis die Profitabilität. Der Zukauf kostet 7,75 Milliarden Dollar. Das drückt die bereinigte Bruttomarge im laufenden Jahr auf voraussichtlich 81,5 Prozent. Das Management nimmt diesen temporären Dämpfer bewusst in Kauf. Armis erweitert den adressierbaren Markt im Bereich Sicherheitsoperationen erheblich.
Milliarden für Rückkäufe
Um das Vertrauen der Investoren zu stärken, greift ServiceNow tief in die Kasse. Allein im ersten Quartal kaufte der Konzern 20,1 Millionen eigene Aktien zurück. Das ist mehr als doppelt so viel wie im gesamten Vorjahr. Für weitere Käufe stehen noch 4,2 Milliarden Dollar zur Verfügung.
Parallel dazu hob der Vorstand die Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht an. Die Integration der jüngsten Zukäufe steht nun im Zentrum der Strategie. ServiceNow baut eine zentrale Plattform zur Steuerung autonomer KI-Agenten auf.
Die finanziellen Nachwehen dieser Expansion dürften den freien Cashflow noch bis Jahresende belasten. Ab 2027 erwartet das Management jedoch eine Normalisierung der Margen. Technisch hat die Aktie ihren kurzfristigen Abwärtstrend bereits gebrochen. Hält die aktuelle Unterstützung bei rund 102 Dollar, rückt eine nachhaltige Bodenbildung in greifbare Nähe.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 21. Mai liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




