ServiceNow Aktie: Alarmglocken läuten

Trotz eines Kursrückgangs von über 50 Prozent bauen institutionelle Investoren ihre Positionen bei ServiceNow aus, gestützt auf starke Quartalszahlen und ein bullisches Analystenkonsensziel.

Die Kernpunkte:
  • Großanleger kaufen trotz 52-Wochen-Tief
  • Institutionelle Eigentümerquote bei 87,2 Prozent
  • Quartalsumsatz und Gewinn über Erwartungen
  • Analystenkonsensziel liegt 85 Prozent höher

Die ServiceNow-Aktie notiert nahe ihres 52-Wochen-Tiefs — und trotzdem greifen institutionelle Investoren derzeit in großem Stil zu. Mehrere Großanleger haben in den vergangenen 48 Stunden neue oder erweiterte Positionen gemeldet, was angesichts des anhaltenden Kursdrucks auffällt.

Wer kauft — und wie viel?

Yarbrough Capital LLC meldete heute eine neue Position im Wert von 2,5 Millionen Dollar. Exchange Traded Concepts LLC steigerte seinen Anteil laut einer Meldung vom Freitag um 413,8 % auf nun 101.647 Aktien im Wert von rund 15,6 Millionen Dollar. Auch Hennion & Walsh Asset Management, Mather Group und Beacon Investment Advisory Services bauten ihre Positionen aus.

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Insgesamt liegt die institutionelle Eigentümerquote bei ServiceNow damit bei rund 87,2 %. Das ist ein bemerkenswerter Wert für eine Aktie, die seit ihrem Jahreshoch von 211,48 Dollar auf aktuell rund 99,40 Dollar abgestürzt ist — ein Rückgang von mehr als 50 %.

Analysten gespalten, Konsens bleibt bullisch

Auf Analystenebene gibt es unterschiedliche Signale. Capital One erhöhte sein Kursziel am Samstag leicht von 154 auf 158 Dollar und hält an der Einstufung „Overweight“ fest. FBN Securities hingegen senkte sein Ziel deutlich von 220 auf 160 Dollar, beließ die Bewertung aber bei „Outperform“.

Der Konsens von 44 Analysten lautet weiterhin „Strong Buy“, mit einem mittleren Kursziel von 191,80 Dollar — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von über 85 % gegenüber dem aktuellen Kurs.

Starke Zahlen, schwaches Sentiment

Die jüngsten Quartalsergebnisse liefern den Großanlegern eine fundamentale Grundlage für ihre Käufe. Im vierten Quartal erzielte ServiceNow einen Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar — ein Plus von 20,7 % gegenüber dem Vorjahr und leicht über den Erwartungen von 3,53 Milliarden Dollar. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie lag mit 0,92 Dollar ebenfalls über dem Konsens von 0,89 Dollar. Die vertraglich gesicherten Restleistungsverpflichtungen (cRPO) wuchsen um 21 % auf 12,85 Milliarden Dollar — ein Indikator für künftige Umsätze.

Das schwache Kursbild erklärt sich vor allem durch Sorgen über den wachsenden Wettbewerb durch Amazon Web Services sowie Unsicherheiten darüber, wie autonome KI-Agenten klassische Software-Lizenzmodelle langfristig verändern könnten. Dass institutionelle Investoren dennoch kaufen, deutet darauf hin, dass sie diese Risiken gegenüber ServiceNows Rolle als KI-gestützte Unternehmensplattform derzeit geringer gewichten. Ob der Kurs die 52-Wochen-Tief-Marke von 98,00 Dollar hält, dürfte in den nächsten Wochen zur entscheidenden technischen Frage werden.

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