ServiceNow Aktie: Bernstein erhöht Ziel auf 236 Dollar
Bank of America stuft ServiceNow auf "Buy" hoch und sieht KI als Wachstumstreiber, nicht als Risiko für das Geschäftsmodell.

- Neueinstufung auf "Buy" durch BofA
- KI stärkt Geschäftsmodell laut Analysten
- Starkes Umsatzplus von 22 Prozent im Q1
- Kursziel von 130 Dollar ausgegeben
Bank of America hat die Debatte entschieden — zumindest aus Sicht der Bullen. Mit einer Neueinstufung auf „Buy“ und einem Kursziel von 130 Dollar katapultierte der Analyst Tal Liani die ServiceNow-Aktie am Montag um 8,8 Prozent nach oben, den stärksten Tagesgewinn seit Monaten. Das Handelsvolumen verdoppelte sich dabei auf über 50 Millionen Aktien.
KI als Rückenwind, nicht als Bedrohung
Das Herzstück der BofA-These: Künstliche Intelligenz zerstört ServiceNows Geschäftsmodell nicht — sie verstärkt es. Analyst Liani rechnet zwischen 2026 und 2028 mit einem Umsatzwachstum von 18 bis 22 Prozent sowie Free-Cashflow-Margen von 35 bis 37 Prozent.
Damit stellt er sich direkt gegen die sogenannte „SaaSpocalypse“-Erzählung, die ServiceNow-Aktionäre seit Jahresbeginn belastet. Die Befürchtung: KI-Agenten könnten klassische Workflow-Software überflüssig machen. Liani sieht das anders — und verweist auf konkrete Produkte wie den AI Control Tower und die Action Fabric sowie die im ersten Quartal abgeschlossenen Übernahmen von Armis und Veza als Belege dafür, dass das Unternehmen aktiv die Infrastruktur für eine KI-gesteuerte Unternehmenssteuerung aufbaut.
Bemerkenswert: Zeitgleich stufte BofA den Konkurrenten Salesforce auf „Underperform“ herab. Die Botschaft ist klar — die Bank sieht beide Unternehmen auf divergierenden Pfaden.
Starke Fundamentaldaten stützen die These
Die Q1-Zahlen liefern der Bullen-Story eine solide Grundlage. ServiceNow erzielte im ersten Quartal 2026 einen Gesamtumsatz von 3,77 Milliarden Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen auf 12,64 Milliarden Dollar — das fünfte Quartal in Folge mit einem Wachstum von über 20 Prozent.
Besonders auffällig: Die Zahl der Kunden mit einem Jahresvertragswert von mehr als einer Million Dollar legte um über 130 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Unternehmen seine Prognose für Abonnementumsätze von 15,74 bis 15,78 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 22 Prozent entspricht.
Weites Kursziel-Spektrum, offene Bewertungsfrage
Unter den 47 von S&P Global befragten Analysten gilt ServiceNow als „Strong Buy“ — mit einem durchschnittlichen Kursziel von 143 Dollar, was vom aktuellen Niveau rund 41 Prozent Aufwärtspotenzial impliziert. Das höchste Kursziel auf dem Parkett hält Bernstein: Analyst Peter Weed hob sein Ziel auf 236 Dollar an und verwies auf ServiceNows langfristige Ambitionen bis 2030, darunter einen Rule-of-40-Wert von über 60 und eine Senkung der aktienbasierten Vergütung auf unter 10 Prozent des Umsatzes.
Allerdings lieferte der Analyst Day Anfang Mai auch Munition für die Bären: Das 2030-Ziel von 30 Milliarden Dollar Abonnementumsatz impliziert eine Wachstumsverlangsamung in Richtung mittlerer Zehnerprozentbereich — und damit eine Bewertungsprämie, die sich das Unternehmen erst noch verdienen muss. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 102,13 Dollar, liegt aber trotz der jüngsten Erholung noch rund 38 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau.
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