ServiceNow Aktie: BMO setzt auf Software

Eine ServiceNow-Studie zeigt häufige Sicherheitsvorfälle mit KI-Agenten; BMO zählt den Konzern nun zu seinen bevorzugten Softwarewerten.

Die Kernpunkte:
  • BMO bestätigt „Outperform“ für ServiceNow
  • Kursziel für den Konzern angehoben
  • Neun von zehn Firmen meldeten KI-Sicherheitsvorfälle
  • ServiceNow positioniert „Autonomous Security“ als Schutzangebot

Neun von zehn Unternehmen hatten im vergangenen Jahr einen Sicherheitsvorfall mit KI-Agenten. Das ergibt eine neue Studie von ServiceNow unter mehr als 3.700 Sicherheitsverantwortlichen. Parallel dazu nimmt BMO Capital Markets den Konzern in seine Favoritenliste auf.

BMO erweitert die Top-Picks

BMO führt ServiceNow und Dynatrace künftig als bevorzugte Software-Werte, neben Okta. Die Bank hob für beide Titel das Kursziel an und bestätigte das Votum „Outperform“. Die Gewinnschätzungen für die beiden Neuzugänge blieben unverändert.

Die Begründung liegt in der Erwartungshaltung. Okta, seit März einziger Top-Pick, habe sich im laufenden Jahr so gut entwickelt, dass die Hürden vor den Zahlen im Oktober gestiegen seien. ServiceNow und Dynatrace gingen laut BMO mit weniger anspruchsvollen Vorgaben in die Berichtssaison.

Die Aktie legte in den vergangenen sechs Monaten gut 45 Prozent zu. Hinzu kommt eine Reihe weiterer Kurszielanhebungen vor den Zahlen zum dritten Quartal:

  • Piper Sandler: 175 Dollar, getrieben vom Sicherheitsgeschäft
  • Citi: 170 Dollar, mit Verweis auf KI-Produkte und das Bundesgeschäft
  • StoneX, TD Cowen und Oppenheimer: je 165 Dollar

Piper Sandler hebt hervor, dass die Security-Sparte im zweiten Quartal erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Jahresvertragswert erreichte.

Studie als Verkaufsargument

Genau dort setzt die neue Untersuchung an. Nur 13 Prozent der Befragten verfügen demnach über ein belastbares Sicherheitskonzept für agentische KI. Lediglich 36 Prozent der betroffenen Firmen bekamen den Vorfall binnen 24 Stunden unter Kontrolle.

Die Zahlen zeigen, wie schwer es Unternehmen fällt, den Überblick zu behalten. 29 Prozent der Sicherheitsteams stießen auf produktive KI-Agenten, die nie registriert waren. Zwei Drittel können bei auffälligem Verhalten eines Agenten nicht automatisch eingreifen, ein Mensch muss dazwischengehen.

ServiceNow nutzt die Ergebnisse, um sein Angebot „Autonomous Security“ zu positionieren. Es umfasst unter anderem einen Notausschalter für Agenten und den zuletzt angekündigten AI Passport. Der Konzern verkauft damit nicht nur KI-Plattform, sondern zugleich die Absicherung gegen deren Risiken.

Die Quartalszahlen sind der nächste Prüfstein. Sie zeigen, ob sich die Stärke im Sicherheitsgeschäft, auf die mehrere Analysten ihre Kursziele stützen, fortsetzt.

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