ServiceNow Aktie: Branchendaten aktualisiert
ServiceNow präsentiert neue KI-Plattform und integriert Moveworks, während die Aktie unter Druck steht und Führungskräfte Aktien kaufen.

- Neue KI-Plattform Autonomous Workforce vorgestellt
- Schnelle Integration nach Moveworks-Übernahme abgeschlossen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
- Führungskräfte stoppen geplante Aktienverkäufe
ServiceNow startet mit zwei neuen KI-Produkten in die Gegenoffensive – ausgerechnet während der Kurs auf Talfahrt ist. Am 26. Februar 2026 stellte der Software-Konzern seine „Autonomous Workforce“-Plattform vor, während die Aktie in diesem Jahr bereits ein Drittel an Wert verloren hat. Die Frage: Kann die neue Technologie die Zweifel der Anleger zerstreuen?
Autonomous Workforce: KI-Spezialisten ersetzen einfache Aufgaben
Das Unternehmen aus Santa Clara präsentierte am Donnerstag zwei Produkte. Die Autonomous Workforce setzt KI-Spezialisten mit definierten Rollen ein – darunter einen Level-1-Service-Desk-Spezialisten, einen Employee-Service-Agenten und einen Security-Operations-Analysten. Anders als herkömmliche KI-Tools, die einzelne Aufgaben übernehmen, orchestriert die neue Plattform Teams von KI-Spezialisten, die mehrstufige Prozesse von Anfang bis Ende abwickeln.
Intern nutzt ServiceNow die Technologie bereits: Über 90 Prozent aller IT-Anfragen von Mitarbeitern werden von der Autonomous Workforce bearbeitet. Der Level-1-Service-Desk-Spezialist löst zugewiesene IT-Fälle 99 Prozent schneller als menschliche Mitarbeiter, so das Unternehmen.
Das zweite Produkt, ServiceNow EmployeeWorks, integriert KI-gestützte Konversations- und Suchfunktionen der kürzlich übernommenen Firma Moveworks. Die Lösung ist sofort verfügbar und funktioniert in Microsoft Teams, Slack und Webbrowsern. Chief Product Officer Amit Zavery erklärte: „Unternehmen brauchen keine Pilotprojekte oder Versprechen mehr. Sie brauchen KI, die Arbeit erledigt.“
Moveworks-Integration nach 2,85-Milliarden-Deal
EmployeeWorks markiert die erste große Produktintegration nach der Moveworks-Übernahme. ServiceNow hatte den Deal im März 2025 für 2,85 Milliarden Dollar angekündigt und am 15. Dezember 2025 abgeschlossen. Die Integration erfolgte damit rund zehn Wochen nach dem Closing – ein ungewöhnlich schnelles Tempo.
Zu den Unternehmenskunden gehören Siemens Healthineers, UKG und die Stadt Raleigh. Siemens Healthineers berichtete, dass der Moveworks-gestützte KI-Assistent monatlich 5.000 Arbeitsstunden einspart – bei einer Zufriedenheitsrate von 91 Prozent unter den 74.000 Mitarbeitern.
Kurs unter Druck trotz Produktoffensive
Die Produktlaunches fallen in eine schwierige Phase für die Aktie. Am 24. Februar 2026 schloss der Titel bei 102,49 Dollar. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 32 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 211,48 Dollar am 3. Juli 2025 liegt sie mehr als 50 Prozent entfernt.
Der gesamte Softwaresektor steht unter Druck. Auslöser war ein viel beachtetes Szenario-Papier von Citrini Research vom 22. Februar, das die mögliche Disruption traditioneller SaaS-Modelle durch KI-Agenten skizzierte. Software-Aktien verloren daraufhin deutlich.
Insider kaufen nach – geplante Verkäufe gestoppt
CEO Bill McDermott kündigte in einer SEC-Meldung vom 13. Februar an, am 27. Februar Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar zu kaufen. Gleichzeitig haben mehrere Führungskräfte – darunter der CFO und die Personalchefin – ihre automatisierten 10b5-1-Verkaufspläne gestoppt. Alle künftigen geplanten Aktienverkäufe wurden gecancelt.
McDermott bezeichnete den aktuellen Zeitpunkt als „Once-in-a-Generation-Moment“ für ServiceNow. Der Verwaltungsrat hat zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar genehmigt. 2 Milliarden Dollar davon wurden als beschleunigter Rückkauf am 28. Januar 2026 zusammen mit den Q4-Zahlen angekündigt.
TCS-Partnerschaft für globale KI-Skalierung
Parallel gab ServiceNow am 23. Februar eine mehrjährige KI-Partnerschaft mit Tata Consultancy Services (TCS) bekannt. TCS wird branchenspezifische Lösungen auf der ServiceNow-Plattform entwickeln und nutzt dabei ein fünfstufiges KI-Autonomie-Framework. TCS ist bereits der größte Nutzer von ServiceNows IT-Asset-Management-Lösung.
Die Zahlen im Überblick
Im vierten Quartal 2025 erzielte ServiceNow einen Subscription-Umsatz von 3,47 Milliarden Dollar – ein Plus von 21 Prozent im Jahresvergleich. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Subscription-Umsatz von rund 15,5 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von etwa 20 Prozent entspricht. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 107 Milliarden Dollar.
Die schnelle Integration von Moveworks und die Autonomous-Workforce-Plattform zeigen ServiceNows Strategie, sich als KI-Ausführungs-Plattform statt als traditioneller SaaS-Anbieter zu positionieren. Ob diese Offensive den Kursverfall stoppen kann, hängt von den Akzeptanzzahlen in den kommenden Quartalen ab.
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