ServiceNow Aktie: Comeback geglückt?
ServiceNow erlebt eine deutliche Kurserholung, nachdem Wedbush den Konzern zurück in seine KI-Liste aufnahm. Das Unternehmen meldete starke Quartalszahlen und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an.

- Wiederaufnahme in Wedbushs einflussreiche KI-Liste
- Ankündigung eines 5-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufs
- Überraschend starke Quartalszahlen im vierten Quartal
- Überwiegende Kaufempfehlungen von Analysten
ServiceNow erlebt diese Woche eine bemerkenswerte Erholung. Der Software-Konzern wurde von der Investmentbank Wedbush zurück auf die einflussreiche AI 30-Liste gesetzt – ein Signal für wachsendes institutionelles Vertrauen nach dem jüngsten Sektor-Ausverkauf.
Wichtige Entwicklungen im Überblick:
– Wedbush nimmt ServiceNow und Salesforce wieder in AI 30-Liste auf
– Aktie gewinnt Montag und Dienstag deutlich hinzu
– 5 Milliarden Dollar schweres Rückkaufprogramm angekündigt
– 30 von 33 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf
Wedbush sieht „Software-Armageddon“ als Fehleinschätzung
Wedbush Securities hat ServiceNow am Montag gemeinsam mit Salesforce zurück in die AI 30-Liste aufgenommen. Analyst Dan Ives und sein Team argumentieren, dass Anleger die großen Enterprise-Plattformen zu Unrecht als KI-Verlierer abgestempelt haben. Die Angst vor einem „Software-Armageddon“ sei übertrieben.
Die Bank beschreibt die aktuelle Marktphase als frühe Phase eines zehnjährigen KI-Zyklus – etwa Jahr drei von zehn. Im Gegenzug strichen die Analysten Roblox und Baidu von der Liste.
Aktie erholt sich kräftig
Die ServiceNow-Aktie legte am Dienstag rund 2,5 Prozent zu und erreichte zwischenzeitlich 108,98 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit 21,8 Millionen Aktien 11 Prozent über dem Durchschnitt. Bereits am Montag hatte der Titel 3,3 Prozent gewonnen.
Die Erholung folgt auf eine schwierige Phase. Analysten hatten argumentiert, dass der jüngste Ausverkauf im Software-Sektor – von manchen als „SaaSpocalypse“ bezeichnet – die Bewertungen in überverkaufte Bereiche gedrückt habe.
Analysten bleiben optimistisch
Die Wall Street zeigt sich weiterhin mehrheitlich zuversichtlich. Von 33 Analysten, die ServiceNow in den vergangenen drei Monaten bewertet haben, vergeben 30 ein Kaufrating, zwei eine Halteempfehlung und nur einer rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 192 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau.
Starke Quartalszahlen und Milliarden-Rückkauf
Das vierte Quartal schloss ServiceNow mit einem Gewinn von 0,92 Dollar je Aktie ab und übertraf damit die Erwartungen von 0,89 Dollar. Der Umsatz stieg um 20,7 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar und lag ebenfalls über den Prognosen von 3,53 Milliarden Dollar.
Zusätzlich kündigte der Konzern ein Rückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an, davon 2 Milliarden als beschleunigtes Programm. Das Management signalisiert damit Vertrauen in die eigene Bewertung.
KI-Disruption bleibt Diskussionsthema
Der Software-Sektor steht Anfang 2026 unter Druck. Auslöser sind Befürchtungen, dass autonome KI-Agenten die traditionellen nutzerbasierten Abo-Modelle bedrohen könnten. Die jüngsten KI-Modelle von Anthropic und OpenAI haben diese Sorgen verstärkt.
Eine Analyse von Barclays hält dagegen: Unternehmen benötigen Jahre, nicht Wochen, um von Legacy-Systemen auf neue Technologien umzusteigen. Etablierte Anbieter wie ServiceNow verfügten gerade in Compliance- und Governance-Bereichen über einen schützenden Burggraben.
Wichtige Kennzahlen
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | ~111 Mrd. USD |
| KGV | ~63,8 |
| 52-Wochen-Hoch | 211,48 USD |
| 52-Wochen-Tief | 98,00 USD |
| Konsensrating | Strong Buy |
| Durchschn. Kursziel | ~192 USD |
ServiceNow befindet sich in einer Zwitterposition: Einerseits lasten KI-Disruptions-Sorgen auf dem Sektor, andererseits könnte der Konzern selbst zum KI-Profiteur werden. Die starken Q4-Zahlen und das umfangreiche Rückkaufprogramm belegen operative Stärke. Wie sich die langfristigen Auswirkungen fortschreitender KI-Fähigkeiten auf Enterprise-Software-Modelle entwickeln, bleibt jedoch eine offene Frage für Anleger.
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