ServiceNow Aktie: Innovationspotenzial abgerufen

Mehrere Analysten haben ihre Kursziele für ServiceNow gesenkt, bewerten die Aktie aber weiterhin positiv. Die KI-Plattform Now Assist soll die Sorgen um schwächeres organisches Wachstum kompensieren.

Die Kernpunkte:
  • Goldman Sachs und andere senken Kursziele
  • Organisches Wachstum fällt moderater aus
  • KI-Suite Now Assist peilt Milliarden-Marke an
  • Quartalszahlen am 22. April entscheidend

Mehrere Wall-Street-Banken haben ihre Kursziele für ServiceNow in den vergangenen Tagen gesenkt – und Goldman Sachs legte am 7. April nach. Trotzdem bleibt die Kaufempfehlung breit verankert. Die eigentliche Frage ist, ob das KI-Geschäft schnell genug wächst, um die Sorgen über schwächere Bundesausgaben und ein verlangsamtes organisches Wachstum zu kompensieren.

Kursziele unter Druck

Goldman-Sachs-Analyst Kash Rangan senkte sein Kursziel von 216 auf 188 US-Dollar, behielt aber das „Buy“-Rating. Ähnlich verfuhr BTIG-Analyst Allan Verkhovski: Kursziel von 200 auf 185 Dollar reduziert, Kaufempfehlung bestätigt. Stifel-Analyst Brad Reback strich sein Ziel deutlicher – von 180 auf 135 Dollar – und verwies auf schwache Q1-Kanalchecks sowie ein „sehr schwaches“ US-Bundesausgabenumfeld. Wells Fargo kürzte von 225 auf 185 Dollar.

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Der gemeinsame Nenner: Keine Bank zweifelt grundsätzlich am Geschäftsmodell, aber die kurzfristigen Wachstumstreiber wirken gedämpft. BTIG geht noch einen Schritt weiter und hält die Konsensschätzungen für die Abonnementumsätze in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 für zu optimistisch – der Markt habe eine Wachstumsverlangsamung nach 2026 noch nicht vollständig eingepreist.

Organisches Wachstum im Fokus

ServiceNow prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden US-Dollar – ein konstantes Währungswachstum von 19,5 bis 20 Prozent. Solide auf den ersten Blick, allerdings stecken darin rund 100 Basispunkte aus der Moveworks-Akquisition. Das organische Wachstum fällt entsprechend moderater aus.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn 33 Prozent verloren und notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 98 Dollar. Das Forward-KGV ist dadurch auf rund 24 gesunken – verglichen mit einem Trailing-KGV von 61. Eine deutliche Neubewertung, die das veränderte Sentiment widerspiegelt.

KI als Gegengewicht

Auf der anderen Seite stehen handfeste Zahlen aus dem vierten Quartal 2025: Umsatz von 3,57 Milliarden Dollar, ein Plus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und ein EPS von 0,92 Dollar, das die Erwartungen leicht übertraf. Die KI-Suite Now Assist überschritt 600 Millionen Dollar im jährlichen Vertragswert und peilt für 2026 die Milliarden-Marke an.

Zusätzlich verfügt ServiceNow über mehr als 10 Milliarden Dollar in Kasse und Investments und hat im Januar ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar genehmigt. Von 47 Analysten empfehlen 43 die Aktie zum Kauf, nur einer rät zum Verkauf. Das Konsens-Kursziel liegt bei 185 Dollar.

Quartalszahlen am 22. April

Am 22. April nach US-Börsenschluss legt ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Bericht wird zeigen, ob Now Assist tatsächlich an Fahrt gewinnt und ob die Akquisitionen Armis und Veza früher als erwartet zum Umsatz beitragen – beides Faktoren, die für eine Kurserholung entscheidend wären.

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