ServiceNow Aktie: Neutraler Marktüberblick
ServiceNow meldet robuste Quartalszahlen und prognostiziert 20% Umsatzwachstum, doch die Aktie leidet unter Befürchtungen vor KI-bedingten Marktveränderungen.

- CEO prognostiziert KI-bedingte Arbeitslosigkeit bei Akademikern
- Abonnementerlöse steigen im Q4 um 21 Prozent
- Geplante Milliardenübernahme des Cybersicherheitsanbieters Armis
- Aktienkurs verliert trotz guter Zahlen deutlich
ServiceNow-CEO Bill McDermott sorgte gestern mit einer ungewöhnlich direkten Prognose für Aufsehen: KI-Agenten könnten die Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen in den mittleren 30-Prozent-Bereich treiben. Die Aussage, gemacht im CNBC-Interview an der NYSE, trifft einen Nerv — und stellt ServiceNow selbst in ein paradoxes Licht.
Denn das Unternehmen ist beides zugleich: Profiteur und Beschleuniger dieser Entwicklung. McDermott erklärte, ServiceNow habe bereits 90 Prozent der Anwendungsfälle im Kundenservice, die früher Menschen erledigten, durch Software ersetzt. Zum Vergleich: Die Fed von New York bezifferte die Arbeitslosenquote unter Berufseinsteigern zuletzt auf 5,7 Prozent — mit einer Unterbeschäftigungsrate von 42,5 Prozent.
Solide Zahlen, trotzdem unter Druck
Die operative Lage des Unternehmens steht in deutlichem Kontrast zur Kursentwicklung. Im vierten Quartal 2025 wuchsen die Abonnementerlöse um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) stiegen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar — ein starkes Signal für die künftige Umsatzbasis.
Für 2026 erwartet ServiceNow Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 20 Prozent entspricht. Die operative Marge soll auf 32 Prozent steigen, die Free-Cash-Flow-Marge auf 36 Prozent.
Dennoch verlor die Aktie in den vergangenen drei Monaten rund 34 Prozent. Anleger fürchten, dass der Aufstieg eigenständiger KI-Systeme langfristig den Bedarf an klassischer Unternehmenssoftware untergräbt. Jefferies hält diese Sorgen für übertrieben und sieht ServiceNow als zu Unrecht abgestraft.
Armis-Übernahme als strategischer Schritt
Ein wesentlicher Baustein der Wachstumsstrategie ist die geplante Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar — die bislang größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte und die vierte im Sicherheitsbereich innerhalb eines Jahres. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, vorbehaltlich Aktionärs- und Regulierungszustimmung.
ServiceNow erwartet, dass die Transaktion das adressierbare Marktpotenzial im Bereich Security und Risk mehr als verdreifacht. Das Sicherheitsgeschäft hatte im dritten Quartal 2025 bereits die Marke von einer Milliarde Dollar jährlichem Vertragswert überschritten.
Hinzu kommt der KI-Assistent Now Assist mit einem aktuellen Jahresvertragswert von 600 Millionen Dollar, der sich laut Unternehmensplanung 2026 verdoppeln soll. Die institutionelle Beteiligung liegt bei rund 88 Prozent — ein Zeichen, dass Großinvestoren trotz der jüngsten Kursschwäche an der Wachstumsthese festhalten. Mit den Q1-2026-Zahlen wird sich zeigen, ob die Marktskepsis gegenüber den operativen Fakten standhält.
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