ServiceNow Aktie: Oppenheimer bestätigt 130 Dollar
Trotz positiver Analystenstimmen und starkem KI-Fokus fällt der ServiceNow-Kurs. Eine Kundenumfrage bestätigt die anhaltend hohe Nachfrage.

- Oppenheimer bestätigt Outperform-Rating
- Kunden priorisieren weiterhin KI-Ausgaben
- Aktie notiert unter 100 Dollar
- BofA sieht ServiceNow als KI-Gewinner
Optimistische Analysten, ein fallender Kurs – bei ServiceNow klaffen Rating und Realität auseinander. Oppenheimer bestätigte das Outperform-Rating und das Kursziel von 130 Dollar, gestützt auf eine aktuelle Kundenumfrage. Anleger bleiben dennoch skeptisch. Der Kurs notiert knapp unter 100 Dollar.
Oppenheimer-Umfrage bestätigt Nachfrage
Oppenheimer befragte im Mai 64 ServiceNow-Kunden. Ergebnis: Die Unternehmen priorisieren weiterhin Ausgaben für AI, IT, Risiko und Security. Das stärkt das Vertrauen in eine stärkere zweite Jahreshälfte 2026 und eine mögliche Beschleunigung des Geschäfts 2027.
Das Kursziel von 130 Dollar liegt rund 30 Prozent über dem aktuellen Kurs. Analystenziele sind jedoch keine festen Größen – sie verändern sich mit Schätzungen, Bewertungsmultiplikatoren und Marktbedingungen.
Kurs bleibt unter Druck
Trotz des positiven Analystenvotums notiert die Aktie bei 99,92 Dollar – ein Minus von 2,15 Dollar zum Vortag. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 104 Milliarden Dollar.
Der Analystenkonsens liegt bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 141,85 Dollar. Die große Lücke zwischen Ziel und Kurs zeigt: Der Markt preist erhebliche Risiken ein – vor allem die Frage, ob AI das traditionelle SaaS-Geschäftsmodell unter Druck setzt.
AI als Wachstumstreiber
BofA-Analyst Tal Liani zog am Montag einen scharfen Kontrast zwischen ServiceNow und Salesforce. Er sieht ServiceNow als Gewinner der AI-Transformation: Die Plattform werde für Routing, Governance und Auditing von Unternehmensdaten benötigt. BofA stufte ServiceNow als Top Buy ein, Salesforce dagegen mit Underperform.
Diese Einschätzung unterstützt die These, dass ServiceNow weniger als traditioneller SaaS-Anbieter bewertet wird, sondern als AI-Infrastruktur. Der Markt verlangt jedoch noch den Nachweis, dass sich die AI-Nachfrage in dauerhaftes Umsatzwachstum übersetzen lässt.
Fundamentaldaten als Referenz
Die Q1-Zahlen 2026 liefern den finanziellen Rahmen: Der Abonnementumsatz stieg um 22 Prozent auf 3,67 Milliarden Dollar. Der Gesamtumsatz entwickelte sich parallel auf 3,77 Milliarden Dollar.
Die aktuellen Leistungsverpflichtungen (cRPO) beliefen sich auf 12,64 Milliarden Dollar – ein Zuwachs von 22,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Abonnementumsatz von knapp 15,8 Milliarden Dollar.
Die angestrebte non-GAAP-Operating-Marge von 31,5 Prozent zeigt den Effizienzanspruch. Der nächste Test bleibt: ob sich die Nachfragesignale in nachhaltiges Umsatzwachstum übersetzen lassen. Bis dahin bewegt sich die Aktie zwischen Analystenvertrauen und der anhaltenden Neubewertung des gesamten SaaS-Sektors.
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