ServiceNow Aktie: Prominenter Einstieg

Der Hedgefonds Renaissance Technologies baut eine große Position in ServiceNow auf. Analysten sehen den Abverkauf im Softwaresektor als übertrieben und prognostizieren weiteres Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Renaissance Technologies investiert 204 Millionen Dollar
  • Aktie verlor fast die Hälfte an Wert
  • Umsatz wuchs im letzten Quartal um 21 Prozent
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar

Die Software-Branche leidet unter der Angst vor KI-Disruption, doch im Hintergrund positionieren sich die ersten Großinvestoren gegen den Trend. Während der Kurs von ServiceNow auf Jahressicht fast halbiert wurde, nutzt der renommierte Hedgefonds Renaissance Technologies die niedrigen Bewertungen für einen massiven Einstieg. Ist die Panik im Sektor überzogen?

Renaissance wettet auf Erholung

Laut aktuellen 13F-Filings hat Renaissance Technologies eine neue Position im Wert von 204 Millionen US-Dollar aufgebaut. Mit rund 1,33 Millionen Aktien ist ServiceNow damit die zweitgrößte Neuaufnahme im Portfolio des Quant-Fonds zum Stichtag 31. Dezember 2025. Dieser Schritt signalisiert ein klares Vertrauen in Enterprise-Software und Automatisierungsthemen, obwohl der breite Markt diese Sektoren zuletzt mied.

Analysten sehen Übertreibung

Renaissance steht mit dieser Einschätzung nicht allein da. Wedbush Securities nahm den Titel am 9. Februar in seine „AI 30“-Liste auf und bezeichnete den Abverkauf im Softwaresektor als „völlig überzogen“. Die Analysten betrachten das aktuelle Umfeld als das dritte Jahr eines zehnjährigen KI-Investitionszyklus. Auch Goldman Sachs setzte die Aktie im Februar auf die „US Conviction List“ und prognostiziert ein jährliches Wachstum von 20 Prozent bis 2029.

Diskrepanz zwischen Kurs und Zahlen

Fundamental stehen die Zeichen auf Wachstum, was in scharfem Kontrast zur Kursentwicklung steht. Während die Aktie auf Jahressicht rund 46 Prozent an Wert verlor und erst kürzlich ein 52-Wochen-Tief bei 98 US-Dollar markierte, wuchs der Abonnementsumsatz im vierten Quartal 2025 um 21 Prozent auf 3,466 Milliarden US-Dollar.

Besonders das KI-Produkt „Now Assist“ zeigt Dynamik und erreichte innerhalb eines Jahres ein Vertragsvolumen von 600 Millionen US-Dollar. ServiceNow versucht damit, sich als „AI Control Tower“ zu etablieren, um Bedenken zu zerstreuen, dass KI-Agenten traditionelle lizenzbasierte Geschäftsmodelle verdrängen könnten.

Ausblick und Kapitalmaßnahmen

Um den Kurs zu stützen, genehmigte das Board ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Management ein weiteres Umsatzwachstum von 19,5 bis 20 Prozent sowie eine Ausweitung der operativen Marge auf 32 Prozent in Aussicht. Operativ übernimmt ab heute Danielle Fontaine als neuer Chief Accounting Officer die finanzielle Kontrolle, während das Unternehmen seine KI-Strategie weiter vorantreibt.

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