ServiceNow Aktie: Sprach-KI als Hebel

ServiceNow erweitert sein KI-Ökosystem durch eine Partnerschaft mit Vonage für Echtzeit-Spracherkennung. Das KI-Produkt Now Assist übertrifft Erwartungen, während die Aktie trotz starker operativer Zahlen unter Druck steht.

Die Kernpunkte:
  • Neue Partnerschaft mit Vonage für Sprach-KI
  • Now Assist erreicht 600 Millionen Dollar Vertragswert
  • Umsatz stieg 2025 auf 13,27 Milliarden Dollar
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert

Der Softwarekonzern ServiceNow baut sein Ökosystem für Künstliche Intelligenz gezielt aus. Während die Aktie nach einem schwachen Jahresstart nach Stabilisierung sucht, treibt das Management die Integration von Sprach-KI in die eigenen Workflows voran. Eine neue Partnerschaft mit der Ericsson-Tochter Vonage soll dabei helfen, das ehrgeizige Milliardenziel bei den KI-Erlösen zu erreichen.

Automatisierung durch Echtzeit-Spracherkennung

Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht die Integration von Echtzeit-Sprach-KI in die IT- und Kundenservice-Workflows von ServiceNow. Durch die Zusammenarbeit mit Vonage fließen gesprochene Daten von Kundenanrufen direkt in das System ein. Die Software transkribiert Gespräche in Echtzeit und kategorisiert Vorfälle automatisch. Mitarbeiter müssen die Plattform für diese Vorgänge nicht mehr verlassen.

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Diese strukturierten Sprachdaten füttern wiederum die hauseigenen KI-Werkzeuge wie „Now Assist“. Das System erhält dadurch einen detaillierteren Kontext, was die Entscheidungsgrundlage für weitere Automatisierungen im Kundenservice deutlich verbessert.

Vertriebsnetz wächst rasant

Der Vorstoß bei der Spracherkennung ist Teil einer breiteren Expansionsstrategie. Erst Anfang März öffnete ServiceNow seine KI-Plattform für das kommerzielle Vertriebsnetzwerk von Carahsoft in den USA und Kanada. Damit erhalten über 10.000 Wiederverkäufer aus Branchen wie dem Einzelhandel, der Fertigung und dem Gesundheitswesen direkten Zugang zu den Produkten.

Die Monetarisierung dieser KI-Offensive nimmt bereits messbar Fahrt auf. Das Produkt „Now Assist“ erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen US-Dollar und übertraf damit die internen Erwartungen. Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management hier die Milliardenmarke an. Die finanzielle Basis dafür ist solide: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der Gesamtumsatz um knapp 21 Prozent auf 13,27 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn auf 1,74 Milliarden US-Dollar kletterte.

Diskrepanz zwischen Geschäft und Kurs

An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit kaum wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 29 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei etwa 104 US-Dollar. Analysten sehen als Hauptrisiken einen möglichen Rückgang der historisch hohen Bewertungsaufschläge sowie den zunehmenden Wettbewerb durch größere Technologiekonzerne.

Allerdings mehren sich die positiven Stimmen auf dem aktuellen Kursniveau. Mitte März hob BNP Paribas das Rating auf „Outperform“ an, da die Experten für 2026 ein organisches Umsatzwachstum erwarten, das die aktuellen Unternehmensprognosen übertrifft. Die nächste konkrete Gelegenheit, Investoren und Unternehmenskunden von der erweiterten KI-Strategie zu überzeugen, bietet sich vom 5. bis 7. Mai 2026 auf der hauseigenen „Knowledge“-Konferenz in Las Vegas.

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