ServiceNow Aktie: UBS dreht ab
UBS hat die Bewertung für ServiceNow von Kaufen auf Neutral gesenkt und das Kursziel von 170 auf 100 Dollar gekürzt. Die Bank verweist auf Budgetdruck bei klassischer Unternehmenssoftware.

- UBS senkt Bewertung von Kaufen auf Neutral
- Kursziel wird von 170 auf 100 Dollar reduziert
- Bank erwartet unterdurchschnittliche Gewinnüberraschungen
- Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief
UBS hat die Reißleine gezogen. Die Schweizer Großbank stufte ServiceNow heute von „Buy“ auf „Neutral“ herab und kappte das Kursziel drastisch von 170 auf 100 Dollar — ein Rückschritt, der die wachsende Skepsis gegenüber dem Softwarekonzern unterstreicht. Die Aktie notiert aktuell bei rund 89,81 Dollar und damit in unmittelbarer Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs.
Noch bis zuletzt war ServiceNow die einzige Aktie im Anwendungssoftware-Sektor, die UBS mit „Buy“ bewertet hatte. Dieser Sonderstatus ist nun Geschichte.
Budgetdruck drückt auf die Zahlen
Den Ausschlag gab nicht ein einzelnes Ereignis, sondern ein sich verdichtender Trend: Immer mehr Berichte deuten auf Budgetdruck bei klassischer Unternehmenssoftware hin — also bei Programmen, die nicht direkt zur KI-Infrastruktur zählen. UBS erwartet deshalb in den kommenden Quartalen unterdurchschnittliche Gewinnüberraschungen. Beim organischen Abonnementumsatz rechnet die Bank für 2026 nur noch mit einem konstanten Wachstum von 19 Prozent in Lokalwährung — mit begrenztem Spielraum nach oben.
Die Schätzungen für das verbleibende Auftragsvolumen zum Jahresende 2026 senkte UBS auf 16 Prozent (Vorschätzung: 20 Prozent). Das mag technisch klingen, trifft aber einen empfindlichen Nerv: Genau diese Kennzahl gilt als verlässlicher Indikator für künftige Umsätze.
Kurssturz mit wenig Gegengewicht
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 41 Prozent an Wert verloren. Über sechs Monate gerechnet sind es sogar fast 50 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist dabei auf das 15-fache des für 2026 erwarteten Free Cashflows gesunken — ein deutlicher Abschlag gegenüber früheren Bewertungsniveaus, der die Neubewertung durch den Markt widerspiegelt.
Auf der anderen Seite stehen durchaus positive Entwicklungen: ServiceNow hat angekündigt, KI-Funktionen, Datenvernetzung und Automatisierung künftig standardmäßig in alle Produkte zu integrieren — statt sie separat zu berechnen. Der neu vorgestellte „Context Engine“ soll KI-Entscheidungen mit Echtzeit-Unternehmensdaten unterfüttern. Für mittelgroße Unternehmen wurde zudem eine neue Bündelangebotslösung lanciert, die IT, HR, Finanzen und weitere Bereiche auf einer Plattform zusammenführt.
Andere Analysten bleiben trotz gesenkter Kursziele überwiegend konstruktiv: BNP Paribas Exane hält an „Outperform“ mit einem Ziel von 140 Dollar fest, Citizens sogar bei 260 Dollar. BTIG und Stifel reduzierten ihre Zielmarken auf 185 beziehungsweise 135 Dollar, beließen ihre Kaufempfehlungen aber unverändert. Der Ausreißer nach unten ist damit klar UBS — mit dem nun niedrigsten Kursziel unter den bekannten Einschätzungen.
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