ServiceNow Aktie: Vertrauensbeweis im Abwärtssog

ServiceNow-CEO Bill McDermott kauft trotz Branchen-Abverkauf eigene Aktien. Das Unternehmen zeigt mit starken RPO-Zahlen und einem neuen Rückkaufprogramm operative Stärke.

Die Kernpunkte:
  • CEO McDermott kauft Aktien zu gedrückten Kursen
  • Neues KI-Feature von Anthropic schürt Branchenangst
  • Vertragliche Umsätze stiegen im Quartal um 25 Prozent
  • Fünf Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe genehmigt

Ein neues KI-Feature des Entwicklers Anthropic versetzt den Software-Sektor in Aufruhr und schickt die Papiere etablierter Anbieter auf Talfahrt. Während Investoren das Ende traditioneller Lizenzmodelle fürchten, sendet die Führungsetage von ServiceNow ein gegenteiliges Signal. CEO Bill McDermott nutzt die gedrückten Kurse für millionenschwere Zukäufe auf eigene Rechnung.

Existenzielle Sorgen im Software-Sektor

Auslöser der jüngsten Verkaufswelle ist ein Update des KI-Chatbots Claude von Anthropic. Die Software kann nun nach einer Eingabe auf dem Smartphone eigenständig Computer fernsteuern, Apps öffnen und Tabellen ausfüllen. Diese Entwicklung schürt am Markt die Sorge, dass intelligente KI-Agenten die klassischen Arbeitsabläufe und damit die Basis von Workflow-Software überflüssig machen könnten.

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Am Dienstag gab der Kurs von ServiceNow in diesem Umfeld um fast sechs Prozent auf 104,65 US-Dollar nach. Der Titel entwickelte sich damit deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Seit dem Rekordhoch im Dezember 2024 hat das Papier mittlerweile rund 60 Prozent an Wert verloren. Auch Konkurrenten wie Salesforce gerieten durch die Anthropic-Ankündigung in einen spürbaren Abwärtssog.

Starke Zahlen und ein prominenter Käufer

Ungeachtet der düsteren Marktstimmung setzt Konzernchef Bill McDermott ein klares Zeichen. Bereits Ende Februar kaufte er über den offenen Markt eigene Aktien zu Kursen zwischen 104 und 106 US-Dollar. Operativ zeigt das Unternehmen bislang keine Schwächezeichen. Die vertraglich zugesicherten, aber noch nicht abgerechneten Umsätze (RPO) stiegen im vierten Quartal um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar.

Zusätzlich untermauert der Vorstand seine Zuversicht mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden US-Dollar. Trotz des massiven Kursrückgangs bleibt die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 63 auf GAAP-Basis allerdings anspruchsvoll. Der aktuelle Abverkauf spiegelt daher weniger fundamentale Probleme wider, sondern vielmehr eine Anpassung der hohen Bewertungsaufschläge angesichts der neuen KI-Konkurrenz.

Wichtige Termine im Blick

Die kommenden Wochen bieten dem Unternehmen mehrere Gelegenheiten, die operative Stärke zu belegen. Am 29. April stehen die Zahlen für das erste Quartal an. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatzsprung von gut 21 Prozent auf 3,75 Milliarden US-Dollar sowie einem Gewinn von 0,95 US-Dollar je Aktie.

Kurz darauf, vom 5. bis 7. Mai, präsentiert ServiceNow auf der Hausmesse „Knowledge 2026“ in Las Vegas seine eigenen Antworten auf die technologische Herausforderung. Im Fokus der über 15.000 erwarteten Teilnehmer stehen dabei neue Produkte wie die hauseigenen „AI Agents“ und der „AI Control Tower“, mit denen der Konzern seine Marktposition gegen aufstrebende KI-Startups verteidigen will.

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