ServiceNow Aktie: Wachstumshoffnungen bestätigt
ServiceNow verzeichnet starke Quartalszahlen und KI-Wachstum, während Analysten den massiven Kursrutsch als überzogen bewerten. Das Unternehmen bleibt mit einem neuen Rückkaufprogramm und Produktinnovationen optimistisch.

- Starker Abonnementumsatz übertrifft Erwartungen
- KI-Portfolio Now Assist erreicht 600 Millionen Dollar
- Neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar
- Überwiegende Mehrheit der Analysten empfiehlt Kauf
Der Kurseinbruch von über 30 Prozent seit Jahresbeginn trifft ServiceNow hart — ausgelöst durch eine Marktpanik, die innerhalb von 48 Stunden rund 285 Milliarden Dollar an SaaS-Bewertungen vernichtete. Auslöser war der Launch von Anthropic’s Claude Cowork, einem KI-Agenten, der eigenständig komplexe Wissensarbeit erledigt — genau das, wofür SaaS-Anbieter monatlich 20 bis 150 Dollar pro Nutzer verlangen. Seither streiten Anleger und Analysten: Ist der Sell-off berechtigt, oder übertreibt der Markt?
Starke Zahlen als Gegenargument
Die jüngsten Quartalsergebnisse liefern den Bullen Munition. Im vierten Quartal 2025 übertraf ServiceNow die Erwartungen in allen wesentlichen Kennzahlen. Der Abonnementumsatz kletterte auf 3,47 Milliarden Dollar — ein Plus von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr in konstanter Währung, 150 Basispunkte über der eigenen Prognose.
Auch die KI-Sparte wächst messbar: Der jährliche Vertragswert von Now Assist überschritt 600 Millionen Dollar. Das Transaktionsvolumen stieg von 4,8 auf 6,4 Billionen, die Zahl der Workflows von 60 auf 80 Milliarden. Für 2026 erwartet das Management Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein weiteres Wachstum von rund 20 Prozent. Zusätzlich genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar.
Produkt-Offensive und Margenwachstum
Auf der Produktseite treibt ServiceNow die KI-Integration zügig voran. Mit EmployeeWorks — einer Kombination aus Moveworks-KI und unternehmenseigenen Workflows — sollen rund 200 Millionen Mitarbeiter natürlichsprachliche Anfragen direkt in ausführbare Prozesse umwandeln können. Ein erster KI-Spezialist für den IT-Service-Desk befindet sich in kontrollierter Verfügbarkeit und soll im zweiten Quartal 2026 allgemein zugänglich werden. Interne Daten zeigen, dass er über 90 Prozent der IT-Anfragen eigenständig bearbeitet und Fälle 99 Prozent schneller löst.
Im März 2026 übernahm ServiceNow zudem Traceloop, ein 2022 in Tel Aviv gegründetes Unternehmen für Code-Generierungssoftware. Die operative Marge stieg 2025 um 150 Basispunkte auf 31 Prozent; für 2026 peilt das Unternehmen 32 Prozent an.
Wall Street bleibt überwiegend optimistisch
Jefferies und Wedbush-Analyst Dan Ives zählen zu den Stimmen, die den Sell-off als übertrieben einstufen. Beide sehen ServiceNow zusammen mit Meta, Spotify und Snowflake als ungerechtfertigt abgestraft an. Das Unternehmen selbst verweist auf jahrzehntelang gewachsene Workflows, umfangreiche Datensätze und tief verankerte Integrationen — Strukturen, die sich nicht kurzfristig replizieren lassen.
41 von 42 befragten Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 188,67 Dollar — gemessen am aktuellen Kurs von rund 112 Dollar ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Am 29. April 2026 legt ServiceNow die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob das wachsende KI-Portfolio bereits konkret in der Umsatzentwicklung ankommt — und ob das den Abstand zwischen Kurs und Kursziel zu schließen beginnt.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




