ServiceNow Aktie: Wende nach Absturz?

Nach einem starken Kursrückgang stocken Hedgefonds wie Renaissance Technologies ihre Positionen massiv auf, während Analysten eine Kehrtwende vollziehen. Die Aktie steht im Spannungsfeld zwischen KI-Angst und fundamentaler Chance.

Die Kernpunkte:
  • Hedgefonds Renaissance Technologies erhöht Position um 400 Prozent
  • Analysten nehmen ServiceNow wieder in KI-Listen auf
  • Sektor leidet unter Angst vor KI-Disruption
  • Nächste Quartalszahlen am 22. April entscheidend

Nach einem massiven Kursverfall von fast 46 Prozent innerhalb eines Jahres steht ServiceNow an einem kritischen Punkt. Während viele Privatanleger das Handtuch geworfen haben, nutzen institutionelle Schwergewichte die tiefen Kurse nun für einen aggressiven Einstieg. Startet hier eine nachhaltige Gegenbewegung oder greifen Investoren in ein fallendes Messer?

Hedgefonds nutzt die Panik

Ein deutliches Signal kommt vom legendären Hedgefonds Renaissance Technologies. Laut einer am 13. Februar veröffentlichten Pflichtmitteilung haben die Quant-Spezialisten ihre Position bei dem Enterprise-Software-Anbieter um mehr als 400 Prozent aufgestockt. Dieser massive Zukauf deutet darauf hin, dass professionelle Marktteilnehmer die aktuelle Bewertung als übertrieben niedrig einstufen, selbst während der gesamte Softwaresektor unter Druck steht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Renaissance ist mit dieser Strategie nicht allein. Der Fonds baute gleichzeitig Positionen bei Netflix und Lam Research massiv aus, was Analysten als klare Wette auf Technologieunternehmen interpretieren, die von der anhaltenden KI-Nachfrage profitieren.

Analysten vollziehen Kehrtwende

Rückenwind erhält die Aktie auch von der Analystenseite. Wedbush Securities nahm ServiceNow am 9. Februar wieder in seine „AI 30“-Liste auf. Dies markiert eine signifikante Korrektur ihrer Strategie, nachdem sie den Titel erst im Dezember 2025 gestrichen hatten. Die Experten von Wedbush widersprechen nun vehement der These, ServiceNow sei ein struktureller Verlierer des KI-Booms. Sie argumentieren, dass die tief in der Unternehmensinfrastruktur verankerten Datenbestände des Konzerns durch neue KI-Konkurrenten nur schwer zu ersetzen seien.

Auch Goldman Sachs zeigt sich optimistisch und setzte die Aktie im Februar auf die „US Conviction List“. Die Bank prognostiziert ein jährliches Wachstum von 20 Prozent bis zum Jahr 2029, getrieben durch die Expansion in bisher unerschlossene Geschäftsbereiche.

Software-Sektor unter Beschuss

Diese Zuversicht trifft auf eine extrem angeschlagene Marktstimmung. Der Sektor leidet unter dem, was einige Beobachter bereits als „Software-Apokalypse“ bezeichnen: Die Angst vor Disruption durch künstliche Intelligenz lastet schwer auf den Bewertungen.

Dies spiegelt sich auch in den Kurszielen wider. Die Bank Truist senkte ihr Ziel für ServiceNow kürzlich drastisch von 240 auf 175 US-Dollar, hielt aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analysten stellten fest, dass Softwareunternehmen mit klassischen lizenzbasierten Modellen zwar unterperformen, langfristig aber dennoch von der KI-Adoption profitieren dürften.

Ob der Boden tatsächlich erreicht ist, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen zeigen, die für den 22. April erwartet werden. Bis dahin bleibt die Aktie ein Schlachtfeld zwischen der fundamentalen Skepsis des breiten Marktes und der Überzeugung institutioneller Investoren, die in den aktuellen Kursen eine seltene Kaufgelegenheit sehen.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu ServiceNow