ServiceNow: Piper Sandler senkt auf $140
ServiceNow verliert nach Q1-Bericht 18 Prozent an Wert. Analysten passen Kursziele an, während KI-Wachstum und geopolitische Risiken die Aktie belasten.

- Umsatzplus von 22 Prozent im ersten Quartal
- Kursziele von Analysten teils deutlich gesenkt
- KI-Produkt Now Assist mit starkem Wachstum
- Leerverkaufspositionen steigen um 30 Prozent
Nach einem Kurseinbruch von 18 Prozent in der Vorwoche sucht die ServiceNow-Aktie nach einem neuen Gleichgewicht. Der Quartalsbericht für Q1 2026 lieferte zwar solides Wachstum — aber auch unerwartete Belastungen, die Analysten zu einer breiten Neubewertung zwingen.
Geopolitik und Akquisitionskosten drücken auf die Marge
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 22 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar. Das klingt stark — war es auch, bis man die Details liest. Das Management räumte ein, dass geopolitische Spannungen im Nahen Osten das Wachstum bei Abonnementerlösen um 75 Basispunkte belasteten, weil mehrere große On-Premise-Abschlüsse verschoben wurden.
Hinzu kommt die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis für 7,75 Milliarden Dollar, die am 20. April abgeschlossen wurde. Die Integrationskosten drücken auf die Bruttomarge im Abonnementgeschäft: ServiceNow prognostiziert für das Gesamtjahr 81,5 Prozent — die Wall Street hatte 82,1 Prozent erwartet.
Analysten senken Kursziele deutlich
Mehrere Banken aktualisierten ihre Einschätzungen und revidierten ihre Kursziele teils erheblich nach unten:
- Goldman Sachs: Kursziel von 188 auf 163 Dollar gesenkt, Rating „Buy“ bestätigt
- Piper Sandler: Ziel von 200 auf 140 Dollar reduziert, trotz positiver KI-Bewertung
- Jefferies: Kursziel von 175 auf 135 Dollar gekappt
- BMO Capital: Anpassung von 120 auf 115 Dollar bei weiterhin „Outperform“
Der Konsens liegt nun bei einem moderaten Kaufurteil — aber die Spanne der Kursziele zeigt, wie unterschiedlich Analysten den Übergang zu sogenannten agentischen KI-Architekturen bewerten.
KI-Geschäft wächst, Short-Seller werden aktiver
CEO Bill McDermott betonte, dass das KI-Produkt „Now Assist“ auf Kurs zu einem jährlichen Vertragswert von 1,5 Milliarden Dollar liegt — zuvor hatte das Unternehmen eine Milliarde Dollar angepeilt. Das Jahresguidance für Abonnementerlöse wurde auf 15,735 bis 15,775 Milliarden Dollar angehoben.
Trotzdem zeigen Marktdaten vom Montag einen Anstieg der Leerverkaufspositionen um rund 30 Prozent — ein Zeichen, dass ein Teil des Marktes die Erholung des organischen Wachstums skeptisch beurteilt. Auf der anderen Seite stockte Advisors Capital Management seine Position um mehr als 400 Prozent auf und erwarb dabei über 42.000 zusätzliche Aktien.
Technisch handelt die Aktie unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 105,52 Dollar und weit unter dem 200-Tage-Schnitt. Am 4. Mai veranstaltet ServiceNow ein Analysten-Event, bei dem das Unternehmen detailliertere Aussagen zur langfristigen Integration von Armis und zur KI-Monetarisierung erwartet wird — ein Termin, der für die Kurserholung entscheidend sein dürfte.
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