ServiceNow: Sechs Millionen-Deals für Otto
ServiceNow präsentiert mit Otto und Project Arc zwei neue KI-Produkte, schließt Partnerschaften und hebt das KI-Umsatzziel auf 1,5 Milliarden Dollar an.

- Neues KI-Flaggschiff Otto vorgestellt
- Desktop-Agent Project Arc in Preview
- Partnerschaften mit Microsoft und Lenovo
- KI-Umsatzziel auf 1,5 Milliarden erhöht
Zwei neue KI-Produkte, ein Dutzend Partnerschaften und ein Umsatzziel, das gerade nach oben korrigiert wurde. ServiceNow nutzte den Abschluss seiner Konferenz Knowledge 2026 in Las Vegas, um zu zeigen, dass die KI-Strategie des Unternehmens nicht nur auf dem Papier funktioniert.
Otto: KI für das gesamte Unternehmen
Das neue Flaggschiffprodukt heißt ServiceNow Otto. Es bündelt die bisherigen KI-Dienste Now Assist, Moveworks und AI Experience in einer einzigen Oberfläche. Otto versteht Nutzeranfragen, leitet Aufgaben an den richtigen Agenten weiter und führt sie bis zum Abschluss aus — abteilungsübergreifend.
Die ersten Zahlen sprechen für sich. Bereits einen Monat nach dem Launch von EmployeeWorks, dem ersten Produkt auf Otto-Basis, entstanden sechs Verträge mit einem Jahreswert von je über einer Million Dollar.
Project Arc: KI direkt auf dem Desktop
Neben Otto stellte ServiceNow Project Arc vor. Der autonome Desktop-Agent läuft direkt auf dem Rechner der Mitarbeiter, schreibt Code, führt ihn aus und passt sich an, wenn etwas schiefläuft. Er braucht dafür keine vorgefertigten Workflows. Technisch basiert Project Arc auf dem NVIDIA OpenShell-Runtime und wird über den ServiceNow AI Control Tower gesteuert. NVIDIA-CEO Jensen Huang trat dafür gemeinsam mit ServiceNow-Chef Bill McDermott auf der Hauptbühne auf. Project Arc ist derzeit als Early Preview verfügbar.
Partnerschaften mit Microsoft, Lenovo und FedEx
ServiceNow erweitert seinen AI Control Tower auf das Microsoft-365-Ökosystem. IT-Administratoren können damit KI-Agenten in Outlook, Word und PowerPoint überwachen. Die Partnerschaft mit Lenovo geht in eine andere Richtung: Durch die Integration von Lenovos Gerätedaten in ServiceNow-Workflows sollen bis zu 40 Prozent der IT-Probleme gelöst werden, bevor Nutzer sie überhaupt bemerken. Die IT-Supportkosten sollen dabei um bis zu 30 Prozent sinken.
Analysten uneins, Zahlen stark
Die Stimmung unter Analysten ist konstruktiv — aber nicht einhellig. Barclays hob das Kursziel nach den Q1-Zahlen auf 134 Dollar an und behielt das Overweight-Rating. Evercore zog auf 150 Dollar nach, Capital One auf 120 Dollar. KeyBanc bleibt skeptisch: Die Bank hält an einem Underweight-Rating mit Kursziel 85 Dollar fest und verweist auf ein organisches Buchungswachstum, das erstmals seit 2024 in den einstelligen Bereich gefallen ist.
Die Q1-Zahlen selbst sind solide. Der Abonnementumsatz lag bei 3,671 Milliarden Dollar, die operative Marge bei 32 Prozent, die Verlängerungsrate bei 97 Prozent.
Das KI-Umsatzziel hat ServiceNow von einer auf 1,5 Milliarden Dollar angehoben. Aktuell liegt der Now-Assist-Jahresumsatz bei rund 750 Millionen Dollar — nach 600 Millionen Ende 2025. Ob das neue Ziel bis Jahresende erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Otto und Project Arc in großen Unternehmensumgebungen Fuß fassen.
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