SFC Energy Aktie: Wende gelungen?
Der Brennstoffzellenspezialist verfehlte 2025 sein Umsatzziel knapp, erzielte aber im vierten Quartal das beste Ergebnis. Die Neuausrichtung auf Verteidigung zeigt Wirkung, und für 2026 wird ein deutliches Wachstum erwartet.

- Umsatz 2025 leicht unter Zielkorridor
- Stärkstes Quartal mit über 40 Mio. Euro Umsatz
- Profitabilität über eigener Prognose
- Optimistisches Wachstumsziel für 2026
Der Brennstoffzellenspezialist aus Brunnthal hat 2025 zwar die Umsatzziele verfehlt – doch das vierte Quartal deutet auf eine Trendwende hin. Mit einem starken Schlussquartal und einem optimistischen Ausblick auf 2026 signalisiert SFC Energy: Die strategische Neuausrichtung auf Verteidigung und Sicherheit beginnt zu greifen.
Umsatzziel knapp verfehlt, Q4 überrascht positiv
SFC Energy erzielte 2025 einen Konzernumsatz von 143,3 Millionen Euro – minimal unter dem Vorjahreswert von 144,8 Millionen Euro. Damit verfehlte das Unternehmen das im November angepasste Ziel von 146,5 bis 161 Millionen Euro knapp.
Als Bremsfaktoren nennt der Vorstand makroökonomische Unsicherheiten, volatile Wechselkurse und protektionistische Tendenzen. In Nordamerika blieb das Neugeschäft hinter den Erwartungen zurück. In Indien verzögerten sich wichtige Folgeaufträge im Verteidigungsbereich.
Das vierte Quartal brachte jedoch die Wende: Mit 40,6 Millionen Euro Umsatz markierte es die stärkste Phase des Jahres. Rund die Hälfte des Gesamtumsatzes entfiel mittlerweile auf Verteidigung sowie öffentliche und zivile Sicherheit.
Profitabilität über eigener Prognose
Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 11,6 Prozent, das bereinigte EBIT 8,9 Millionen Euro. Beide Kennzahlen lagen laut Unternehmensangaben deutlich über dem oberen Ende des aktualisierten Zielkorridors – trotz gestiegener Verwaltungskosten und Investitionen in ein neues ERP-System sowie IT-Sicherheit.
Der Rückgang gegenüber 2024 spiegelt die Belastungen durch Währungseffekte und temporäre Zusatzaufwendungen wider. Für 2026 rechnet der Vorstand jedoch mit einer deutlichen Erholung: Das bereinigte EBITDA soll auf 20 bis 24 Millionen Euro steigen, das EBIT auf 11 bis 15 Millionen Euro.
Neue Produkte für den Verteidigungsmarkt
Zwei neue Produktlinien unterstreichen die strategische Neuausrichtung: Eine Power-Management-Plattform für portable Lasersysteme – einschließlich Drohnenabwehr – sowie die EFOY Pro Shelter „Arctic“-Energielösung für extreme Klimabedingungen. Beide Produkte wurden in Kooperation mit europäischen und kanadischen Kunden entwickelt und tragen bereits niedrige einstellige Millionen-Umsätze bei.
Wachstumsziel für 2026: Strukturelle Trends als Rückenwind
Für das laufende Jahr peilt SFC Energy einen Umsatz zwischen 150 und 160 Millionen Euro an – das entspricht einem Wachstum von bis zu 12 Prozent. Als Treiber nennt der Vorstand steigende Energienachfrage, erhöhte Resilienzanforderungen für kritische Infrastruktur sowie deutlich gestiegene Verteidigungsbudgets in wichtigen Märkten.
Parallel baut das Unternehmen seine internationale Präsenz aus: Eine Produktion in den USA entsteht, in Dänemark wird das Wasserstoff-Brennstoffzellengeschäft entwickelt, in Südostasien die Aktivitäten skaliert.
Risiken bleiben bestehen: Handelspolitische Unsicherheiten, Lieferkettenvolatilität und die anstehende ERP-Einführung könnten das Tempo beeinflussen. Die endgültigen Zahlen für 2025 folgen am 26. März mit dem Geschäftsbericht.
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