Shell: 228 Millionen Aktien für ARC
Shell meldete im zweiten Quartal 9,84 Milliarden US-Dollar bereinigten Gewinn, beantragte neue Aktien und hält an Rückkäufen sowie Dividende fest.

- 228 Millionen neue Shell-Aktien beantragt
- ARC Resources wird in Shell integriert
- Bereinigter Quartalsgewinn über Analystenerwartungen
- Rückkaufprogramm über drei Milliarden US-Dollar
Shell hat am gestrigen Dienstag die Zulassung von 228.003.843 neuen Stammaktien an der London Stock Exchange beantragt. Dieser Schritt dient der Finalisierung der Übernahme von ARC Resources Ltd. Die Aktie reagierte gestern mit einem Plus von 2,1 Prozent und ging bei einem Schlusskurs von 40,23 Euro aus dem Handel. Mit diesem Zuwachs beläuft sich die Wertsteigerung seit Jahresbeginn auf 29 Prozent.
Integration von ARC Resources und Kapitalstruktur
Die Zulassung der neuen Papiere wird für den morgigen Donnerstag erwartet. Die Ausgabe erfolgt als direkte Gegenleistung für den Erwerb von ARC Resources. Mit dieser Transaktion integriert Shell das kanadische Energieunternehmen in seine Konzernstruktur. Parallel zur Erweiterung der Aktienbasis hält das Management an seinem Kurs fest, die Kapitalstruktur durch Rückkäufe zu optimieren.
Allein am Freitag der Vorwoche erwarb der Konzern im Rahmen seines laufenden Programms über 970.000 eigene Anteile an der Londoner Börse sowie knapp 488.000 Stücke über die Euronext Amsterdam. Diese Transaktionen sind Teil eines Ende Juli angekündigten Rückkaufprogramms im Volumen von 3 Milliarden US-Dollar. Die Durchführung wurde Goldman Sachs International übertragen und soll bis zum 23. Oktober abgeschlossen sein.
Finanzielle Performance und Analystenstimmen
Analysten bewerten die strategische Ausrichtung des Energiekonzerns positiv. Die Experten der Erste Group haben die Einstufung für Shell am vergangenen Dienstag von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Bereits am Freitag der Vorwoche bekräftigte das Analysehaus Jefferies seine Kaufempfehlung für die Titel des Konzerns.
Diese Zuversicht stützt sich unter anderem auf die operative Entwicklung im zweiten Quartal. Zwischen April und Juni erzielte Shell einen bereinigten Gewinn von 9,84 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich, die im Vorfeld von durchschnittlich 8,79 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Es handelt sich um das stärkste Quartalsergebnis des Konzerns seit zwei Jahren.
Ausblick auf Dividende und Portfolio-Optimierung
Die Ertragskraft ermöglicht es dem Unternehmen, seine Ausschüttungspolitik beizubehalten. Für das zweite Quartal wurde eine Zwischendividende von 0,3906 US-Dollar je Aktie festgesetzt. Die Auszahlung an die Anteilseigner ist für den 21. September vorgesehen. Shell verfolgt dabei das Ziel, die Dividende jährlich um etwa 4 Prozent zu steigern.
Neben dem Ausbau des Kerngeschäfts prüft der Konzern offenbar weitere Portfoliobereinigungen. Laut einem Bericht der Financial Times zeigen namhafte Branchenvertreter wie Exxon und Lyondell Interesse an den US-Chemieanlagen von Shell.
Solche Verkäufe könnten zusätzlichen Spielraum für Investitionen schaffen. Für das laufende Jahr plant Shell weiterhin mit Investitionsausgaben in einer Spanne von 24 bis 26 Milliarden US-Dollar, worin die Kosten für die ARC-Übernahme bereits enthalten sind.
Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




