Shell Aktie: 3,0 Milliarden Rückkauf läuft

Shell setzt Aktienrückkäufe fort und erhält grünes Licht für milliardenschwere Übernahme in Kanada.

Die Kernpunkte:
  • Wiederaufnahme des 3-Milliarden-Rückkaufprogramms
  • ARC-Resources-Übernahme von Aktionären gebilligt
  • Produktionswachstum von vier Prozent jährlich geplant
  • Quartalszahlen für Ende Juli erwartet

Shell macht im Sommer ernst. Der Konzern hat seine milliardenschweren Aktienrückkäufe wieder aufgenommen. Parallel dazu ist eine wichtige Hürde für die Expansion in Nordamerika gefallen. Während die Anleger auf die kommenden Quartalszahlen warten, setzt das Management klare Signale für die Aktionäre.

Der Energieriese beschleunigt sein Kapitalrückführungsprogramm. Nach einer kurzen technischen Pause kaufte Shell in der zweiten Julihälfte wieder eigene Anteile zurück. Das Programm umfasst insgesamt 3,0 Milliarden US-Dollar. Die Unterbrechung war notwendig, um rechtliche Hürden für eine geplante Großübernahme zu nehmen.

Grünes Licht für Milliarden-Deal

Die Aktionäre des kanadischen Gasproduzenten ARC Resources segneten die Übernahme durch Shell fast einstimmig ab. Über 99 Prozent der Stimmen entfielen auf das Vorhaben. Der Deal hat einen Gesamtwert von rund 22 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden. Shell sichert sich damit den dauerhaften Zugang zum Montney-Schiefergasbecken.

Die Integration soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 wirksam werden. Das Management verfolgt damit ein klares Ziel: Die Produktion soll bis zum Jahr 2030 jährlich um rund vier Prozent wachsen. Bis Ende Juli richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes nun auf die anstehenden Quartalszahlen.

Ausblick auf die Quartalsbilanz

Shell gab bereits eine erste Orientierung für die Produktion im Bereich Integrated Gas. Der Konzern erwartet ein Volumen zwischen 610.000 und 650.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Marktbeobachter prüfen derweil, ob Shell den Plan einhält, bis zu 50 Prozent des operativen Cashflows an die Anteilseigner auszuschütten.

An der Börse sorgte die jüngste Entwicklung für eine solide Stimmung. Mit einem Plus von 23,77 Prozent seit Jahresbeginn gehört das Papier zu den Gewinnern im Sektor. Allerdings mahnen technische Indikatoren kurzfristig zur Vorsicht. Ein RSI-Wert von 71,1 signalisiert aktuell einen technisch überkauften Zustand der Aktie.

Die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal ist für die letzte Juliwoche geplant. Dann wird sich zeigen, wie stark der Konzern geopolitische Schwankungen und Produktionshemmnisse in Katar kompensieren konnte.

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