Shell Aktie: 33 Milliarden für LNG-Phase 2
Der Energiekonzern treibt die zweite Ausbaustufe von LNG Canada voran und investiert Milliarden in die Verdopplung der Kapazität.

- Zweite Ausbaustufe von LNG Canada
- Kapazitätsverdopplung auf 3,6 Milliarden Kubikfuß
- 33 Milliarden Dollar an privatem Kapital
- Shell hält 40 Prozent am Konsortium
Shell kommt beim Ausbau von LNG Canada in British Columbia einen wichtigen Schritt weiter. Der Konzern hat sich mit der kanadischen Bundesregierung und der Provinzregierung von British Columbia auf die nächsten Schritte für Phase 2 geeinigt. Parallel dazu haben die Joint-Venture-Partner zuletzt zusätzliche Mittel in dreistelliger Millionenhöhe freigegeben, um entscheidende Arbeiten abzuschließen.
Mehr Kapazität in Kitimat
Die zweite Ausbaustufe sieht zwei weitere Verflüssigungsanlagen vor. Damit würde sich die Kapazität der Anlage in Kitimat auf rund 3,6 Milliarden Kubikfuß pro Tag verdoppeln. Für Shell ist das ein klares Signal: Der Konzern will das LNG-Geschäft in Kanada deutlich größer aufstellen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Shell?
Hinzu kommt der politische Rückenwind. Das Projekt wurde an das bundesstaatliche Büro für Großprojekte weitergereicht, um Genehmigungen zu beschleunigen. Die finale Investitionsentscheidung peilt das Joint Venture bis Jahresende an. Offen bleiben aber noch kommerzielle, regulatorische und Governance-Fragen.
Milliarden für die nächste Stufe
Die neuen Mittel fließen in weitere Ingenieurarbeiten, in die Bestellung langlaufender Ausrüstung und in Bauarbeiten am maritimen Umschlagterminal. Für die zweite Phase stehen außerdem etwa 33 Milliarden Dollar an privatem Kapital im Raum. Das würde LNG Canada zu einem der größten Projekte dieser Art weltweit machen.
Shell hält 40 Prozent an dem Konsortium. Partner kommen aus Malaysia, China, Japan und Südkorea. Die erste Ausbaustufe läuft bereits seit dem vergangenen Jahr. Phase 2 soll die Position im asiatischen LNG-Markt weiter stärken.
Kanada wird zum Kernmarkt
Der Ausbau passt zu Shells breiterer Strategie im Segment Integrated Gas. Dieser Bereich bleibt ein wichtiger Ertragsanker für den Konzern. Im ersten Quartal 2026 übertraf Shell mit dem bereinigten Ergebnis die Markterwartungen, gestützt von einem starken Handelsgeschäft.
Auch die jüngste Übernahme von ARC Resources spielt hinein. Der Deal ist inklusive Schulden mit 22 Milliarden Dollar bewertet und verschafft Shell Zugriff auf hochwertige Flächen im Montney-Gasfeld. Dort entsteht der kostengünstige Gasnachschub für das LNG-Projekt.
Die Aktie notiert nach dem gestrigen Schluss bei 37,20 Euro. Seit Jahresbeginn liegt sie damit 15,64 Prozent im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar 27,40 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 40,64 Euro ist das Papier aber noch 8,46 Prozent entfernt. Für die nächsten Wochen rückt nun vor allem die Klärung der kommerziellen Punkte in Lieferkette und Projektstruktur in den Mittelpunkt.
Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




