Shell Aktie: Flugkraftstoff-Coup?

Das 5,0-Milliarden-Dollar-Programm läuft weiter; Shell Trading Rotterdam sicherte sich zudem Kaufrechte für geplante Biokraftstoffe.

Die Kernpunkte:
  • Shell kaufte weitere Aktien zur Einziehung
  • Rückkaufprogramm umfasst 5,0 Milliarden Dollar
  • Quartalsgewinn lag bei 10,814 Milliarden Dollar
  • Kaufrechte für jährlich rund 150.000 Tonnen

Shell hat am Donnerstag weitere eigene Aktien zur Einziehung erworben. Das teilte das Unternehmen gestern im Rahmen seines laufenden Rückkaufprogramms mit. Bereits am Mittwoch hatte Shell nach eigenen Angaben 1.876.276 Aktien zur Einziehung gekauft.

Rückkäufe nach starken Quartalszahlen

Das vor gut einer Woche angekündigte Rückkaufprogramm umfasst 5,0 Milliarden $. Shell erwartet, es bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2026 abzuschließen. Der maximale Gegenwert unter dem Londoner Vertrag beträgt 3 Milliarden $, unter dem niederländischen Vertrag sind es 2 Milliarden $.

Auch für Dienstag meldete Shell einen vollzogenen Erwerb: An diesem Tag kaufte das Unternehmen 1.890.632 Aktien zur Einziehung. Die einzelnen Transaktionen gehören zu dem bereits angekündigten Programm.

Die am 29. Oktober veröffentlichten Geschäftszahlen wiesen für das dritte Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 10,814 Milliarden $ aus. Der operative Cashflow betrug 21,043 Milliarden $. Zusätzlich kündigte Shell für dieses Quartal eine Zwischendividende von US$0,3906 je Stammaktie an.

In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung bezifferte Shell die Zahl der stimmberechtigten Stammaktien zum 30. Oktober auf 5.701.440.412. Zu diesem Stichtag hielt das Unternehmen keine eigenen Aktien im Bestand.

Langfristiger Abnahmevertrag für Biokraftstoffe

Neben den Kapitalmaßnahmen meldete Shell am Montag einen langfristigen Abnahmevertrag seiner Einheit Shell Trading Rotterdam mit Green Sky Manara. Medienberichten zufolge betrifft die Vereinbarung nachhaltigen Flugkraftstoff und weitere Biokraftstoffe aus einer geplanten Anlage in Port Nador in Marokko.

Shell soll dabei exklusive Kaufrechte für jährlich rund 150.000 Tonnen nachhaltigen Flugkraftstoff erhalten. Die Vereinbarung bezieht sich auf die künftig geplante Produktion des Standorts.

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