Shell Aktie: LNG-Expansion genehmigt!
Die genehmigte Erweiterung soll LNG-Canada-Exporte auf 28 Millionen Tonnen jährlich steigern; Shell hält 40 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen.

- Ausbauprojekt mit 33 Milliarden C$ genehmigt
- Exportkapazität soll sich auf 28 Millionen Tonnen verdoppeln
- Aphrodite-Förderstart für zweites Quartal 2027 geplant
- Na-Kika-Verkauf brachte rund 840 Millionen Dollar
Am Dienstag hat das von Shell geführte Konsortium LNG Canada die zweite Ausbauphase seines Exportprojekts formell genehmigt. Das Vorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von 33 Milliarden C$ und soll die Ausfuhrkapazität auf 28 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln. Shell selbst hält einen Anteil von 40 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen.
Laut Reuters rechnet der Energiekonzern durch die Erweiterung mit einem jährlichen Mengenzuwachs von fast 6 Millionen Tonnen verflüssigtem Erdgas. Die Entscheidung zementiert die Ausrichtung, das Geschäft mit Flüssiggas über langfristig gesicherte Lieferströme auszubauen.
Globale Lieferkette und strategische Förderprojekte
Die neuen Exportmengen treffen auf einen angespannten Weltmarkt. Bereits am 21. September betonte Shell-Manager Tom Summers laut Reuters, dass zusätzliche Förderkapazitäten die Ausfälle im Nahen Osten zu einem großen Teil ausgleichen konnten. Während dort Lieferungen von 36 Millionen Tonnen wegbrachen, lag das globale Netto-Defizit in diesem Jahr bei lediglich rund 5 Millionen Tonnen.
Parallel zur Großinvestition in Nordamerika treibt das Unternehmen Projekte in weiteren Regionen voran. Am 23. September einigte sich Shell mit der National Gas Company von Trinidad und Tobago über die Bedingungen für Gaslieferungen aus dem Aphrodite-Feld. Wie Reuters unter Berufung auf den NGC-Vorsitzenden Gerald Ramdeen berichtete, ist damit der Weg für die Erschließung frei. Die Aufnahme der Förderung ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
Portfoliobereinigung und Marktposition
Gleichzeitig trennt sich der Energiekonzern von ausgewählten Altprojekten. Vor gut einer Woche schloss Shell den Verkauf einer 50-prozentigen Beteiligung an der Na-Kika-Plattform im Golf von Amerika ab. Aus dieser Transaktion mit Partnern aus dem Umfeld von Talos Energy und Ridgewood Energy flossen Barmittel in Höhe von rund 840 Millionen $ an das Unternehmen.
Das Kerngeschäft abseits der Gasförderung zeigt sich unterdessen stabil. Laut einem Bericht von Kline & Company behauptete sich die Schmierstoffsparte des Konzerns im 20. Jahr in Folge als weltweit absatzstärkster Anbieter in diesem Segment.
An der Börse schloss die Aktie gestern bei 41,91 Euro. Damit liegt der Titel nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 42,99 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf 34 Prozent.
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