Shell Aktie: Ölpreis-Eskalation treibt Ausbruch

Geopolitische Spannungen treiben Brent auf 109,40 Dollar. Shell profitiert von höheren Fördermargen, während Gaspreise zuletzt nachgaben.

Die Kernpunkte:
  • Brent erreicht 109,40 Dollar
  • Shell profitiert von höheren Fördermargen
  • Ölfeld in Libyen stillgelegt
  • TTF-Gaspreis sinkt um 3,2 Prozent

Der Ölmarkt bleibt ein Pulverfass – und Shell profitiert direkt davon. Die Aktie ist spektakulär ausgebrochen, während Brent-Öl an einem massiven Widerstandscluster zwischen 110 und 115 Dollar kratzt. Ein Ausbruch nach oben würde dem Ölpreis weiteres Potenzial verschaffen, mit Zielzonen bei 120 und 130 Dollar je Barrel.

Geopolitik treibt den Ölpreis

Der Krieg mit dem Iran bleibt der wichtigste Preistreiber am Ölmarkt. Eine Wiederöffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht absehbar, ein zunächst hoffnungsvoll erwartetes Treffen wurde verschoben. Die Huthi-Milizen kontrollieren zudem die Meerenge Bab al-Mandab und blockieren inzwischen auch saudische Schiffe.

Hinzu kommen Ausfälle in Libyen. Das Al-Tahar-Ölfeld wurde nach einer erzwungenen Unterbrechung der Hamada-Zawiya-Pipeline stillgelegt – ein Problem, weil Libyen einen erheblichen Teil seiner Ölexporte nach Europa liefert. Brent-Öl war zuletzt auf 109,40 Dollar je Barrel gestiegen, WTI-Öl auf 106,20 Dollar. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat sich der Ölpreis damit von rund 70 Dollar deutlich verteuert.

Energiekonzerne als Profiteure

Während die hohen Preise die Weltwirtschaft belasten, füllt sich bei breit aufgestellten Energiekonzernen wie Shell die Kasse. Steigende Rohölpreise wirken sich direkt auf die Fördermargen aus – ein Effekt, der sich in den jüngsten Kursbewegungen der Aktie widerspiegelt.

Am Gasmarkt zeigte sich zuletzt ein anderes Bild: Der TTF-Kontrakt an der Amsterdamer Börse verbilligte sich um 3,2 Prozent auf 79,90 Euro je Megawattstunde, nachdem er zuvor mit 84,41 Euro den höchsten Stand seit Ende 2022 erreicht hatte.

Für Shell bleibt die Frage, wie lange sich der Widerstand bei 110 bis 115 Dollar je Barrel noch hält. Scheitert ein Ausbruch erneut, dürfte sich auch der Rückenwind für die Aktie abschwächen. Hält die Eskalation an den Krisenherden Iran, Libyen und Rotes Meer an, spricht die Marktlage weiter für steigende Notierungen.

Anzeige

Stand heute, 3. November: Shell – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Shell investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Shell: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Shell