Shell Aktie: Trennung vom Chemie-Partner?
Reuters zufolge prüfen Shell und ExxonMobil den Verkauf ihres Chemie-Joint-Ventures; eine Vereinbarung gibt es bislang nicht.

- Beide Konzerne halten je 50 Prozent
- Verkaufsprozess befindet sich in frühem Stadium
- Silvertip-Erweiterung umfasst zwei weitere Bohrungen
- Shell kaufte eigene Aktien zurück
Shell und ExxonMobil prüfen laut Reuters einen Verkauf ihres Chemie-Gemeinschaftsunternehmens Infineum. Die Nachrichtenagentur berichtete am 22. Oktober über eine angestrebte Bewertung von etwa 8 Milliarden $. Der Prozess befindet sich dem Bericht zufolge in einem frühen Stadium und könnte ohne Transaktion enden.
Chemiebeteiligung steht zur Prüfung
Beide Unternehmen halten jeweils 50 Prozent an Infineum. Gegenstand der berichteten Verkaufsüberlegungen ist das Gemeinschaftsunternehmen; eine verbindliche Verkaufsvereinbarung meldete Reuters nicht. Auch die genannte Bewertung ist dem Bericht zufolge eine Zielgröße für den möglichen Verkauf, kein vereinbarter Kaufpreis.
Förderung und Rückkäufe als weiterer Kontext
Im Fördergeschäft hat Shell Offshore Inc. die Produktion der dritten Phase des Silvertip-Projekts aufgenommen. Dazu gehören zwei zusätzliche Bohrungen an der von Shell betriebenen Perdido-Förderplattform. Nach Unternehmensangaben sollen diese in der Spitze bis zu 6.000 Barrel Öläquivalent pro Tag liefern. Die Mengenangabe beschreibt damit die erwartete Spitzenförderung der neuen Bohrungen.
Shell U.K. Limited begrüßte vor gut einer Woche außerdem die Entscheidung der britischen Regierung zu Jackdaw. Das Unternehmen bezeichnete sie als wichtigen Schritt für die Energieversorgungssicherheit Großbritanniens.
Daneben kaufte Shell vor gut einer Woche im Rahmen seines bestehenden Rückkaufprogramms eigene Aktien an der LSE und an Euronext Amsterdam. Die zurückgekauften Papiere sind zur Einziehung vorgesehen. Mehrere Meldungen dokumentierten entsprechende Käufe an beiden Handelsplätzen.
Die Aktie stieg gestern um 0,8% und schloss bei 47,35 €. Ein Zusammenhang dieser Tagesbewegung mit den berichteten Verkaufsüberlegungen ist damit nicht belegt.
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