Shell: Follow This stellt Klimaresolution

Der Ölkonzern schließt sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm ab und steht vor einem ereignisreichen Mai mit Quartalszahlen und Hauptversammlung.

Die Kernpunkte:
  • Rückkaufprogramm endet am 1. Mai
  • Analystenstimmen uneins über Aktienbewertung
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
  • Klimaresolution auf Hauptversammlung am 19. Mai

Shell kauft bis zum 1. Mai täglich eigene Aktien zurück. Das Programm läuft seit Februar — 3,5 Milliarden Dollar, das 17. Quartal in Folge mit mindestens drei Milliarden Dollar an Rückkäufen. Allein am 24. April erwarb der Konzern rund 1,45 Millionen Aktien zur Einziehung.

Der Kurs hat sich nach dem April-Hoch etwas beruhigt. Mit 38,12 Euro notiert die Aktie rund sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 40,64 Euro, das Anfang April erreicht wurde. Auf Jahressicht liegt das Plus bei knapp 33 Prozent — eine deutlich bessere Entwicklung als der breite Markt.

Analyst dreht das Votum

BNP Paribas Exane hat Shell Mitte April auf „Neutral“ zurückgestuft. Zuvor stand die Aktie bei der Bank auf „Strong Buy“. Das neue Kursziel liegt bei 101 US-Dollar. Von den insgesamt 19 Analysten, die Shell abdecken, empfehlen 13 das Papier zum Halten — nur einer spricht eine klare Kaufempfehlung aus.

Drei Termine in drei Wochen

Ab dem 7. Mai wird es eng im Kalender. Shell veröffentlicht dann die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 und erklärt zeitgleich eine Zwischendividende. Das eigene Vorausblick-Dokument nennt eine indikative Raffineriemarge von 17 Dollar je Barrel. Beim Working Capital rechnet der Konzern mit einem Abfluss von bis zu 15 Milliarden Dollar. Hinzu kommen nicht-zahlungswirksame Effekte aus variablen Schifffahrts-Leasingkomponenten. Die Unsicherheit durch die Lage im Nahen Osten bleibt ein Faktor.

Zwölf Tage später, am 19. Mai, tagt die Hauptversammlung im Sofitel London Heathrow. Aktionäre können in Person oder digital teilnehmen.

Klimaresolution als heißes Eisen

Das brisanteste Tagesordnungspunkt ist eine Klimaresolution der Aktivisten-Investorengruppe Follow This. Hinter dem Antrag stehen 23 institutionelle Investoren mit zusammen 1,5 Billionen Euro verwaltetem Vermögen. Sie fordern, dass Shell Strategien offenlegt, die zeigen, wie das Unternehmen unter Szenarien sinkender Öl- und Gasnachfrage Aktionärswert schafft.

Shell empfiehlt, dagegen zu stimmen. Der Konzern argumentiert, bestehende Offenlegungen deckten diese Fragen bereits ab. Anders als BP hat Shell die Resolution dennoch auf die Agenda gesetzt — BP hatte einen ähnlichen Antrag abgelehnt und damit Kritik von Aktionären und Stimmrechtsberatern auf sich gezogen.

Ob Follow This diesmal mehr Zustimmung bekommt als in früheren Jahren, entscheidet sich am 19. Mai.

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