SHW liegt nach 1. Halbjahr im Plan, versucht die Aktie den Ausbruch?

Der schwäbische Automobilzulieferer SHW kann auf ein starkes erstes Halbjahr zurückblicken. Der Umsatz steigerte sich um 13,2% auf 240,1 Mio. Euro. Die Auftragseingänge lagen mit 230 Mio. Euro 4,3% über dem Wert des Vorjahres.

 

© SHW AG
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Das bereinigte EBITDA des Automobilzulieferers betrug 23 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr 19,9 Mio. Euro hier erzielt wurden. Damit verbesserte sich auch der Periodenüberschuss um 33,6% auf 9,6 Mio. Euro.

Die Sparte Pumpen und Motorkomponenten erzielte in den ersten sechs Monaten Umsätze von 190,8 Mio. Euro, ein Plus von 16,9%. In der Sparte Bremsscheiben betrug der Umsatz 49,4 Mio. Euro, was einem Anstieg von 0,8% entspricht.

 

Effizienzsteigerung ist das Ziel

SHW arbeitet seit einiger Zeit an der Optimierung von internen Prozessen und Produktionsabläufen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz lag an zwei Standorten noch unter den Erwartungen des Vorstandes. Durch diese Maßnahmen sollen Probleme hinsichtlich der operativen und logistischen Mehrbelastungen behoben werden.

Diese Belastungen spürte SHW bereits im 1. Quartal dieses Geschäftsjahres. Durch hohe Kundenabrufe waren diese trotz Erweiterung der Kapazitäten und durchgeführten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung aufgetreten.

Insgesamt verlief das 1. Quartal jedoch recht stark für SHW. Der Umsatz stieg um 11,7% auf 117 Mio. Euro. Der bereinigte EBITDA wurde von 8,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 11 Mio. Euro gesteigert.

 

Wechsel im Vorstand von SHW

Seit Anfang Juli ist Dr. Frank Boshoff als Vorstandsvorsitzender im Amt. Sein Vorgänger Dr. Thomas Buchholz bat um vorzeitige Beendigung seines Dienstverhältnisses aus persönlichen Gründen.

Dieser muss nun die weitere Strategie hinsichtlich der Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten weiter vorantreiben. Chancen sieht SHW insbesondere in den CO2-Zielvorgaben der Autohersteller.

SHW wurde 1936 gegründet und gehört damit zu den ältesten Industriebetrieben in Deutschland. Produkte zur Reduktion des Kraftstoffsverbrauchs und damit Reduzierung der CO2-Emissionen sind das Markenzeichen des Konzerns. Mit den Geschäftsbereichen Pumpen und Motorkomponenten sowie Bremsscheiben wird ein breites Spektrum abgedeckt. Zu den Kunden gehören neben Herstellern von PKWs auch Fahrzeughersteller für LKWs, Agrar- und Land- und Baumaschinen.

 

Umsatzprognose wurde angehoben

Auf Basis der Halbjahreszahlen geht der Vorstand nun von einem Konzernumsatz von ca. 470 Mio. Euro aus. Bisher lag das Ziel bei 460 Mio. Euro. Dabei sollen auf die Sparte Pumpen und Motorkomponenten Umsätze von ca. 370 Mio. Euro entfallen statt der bisher avisierten 360 Mio. Euro. Die Aussichten für die Sparte Bremsscheiben bleiben mit 100 Mio. Euro unverändert.

Das bereinigte EBITDA wird auf ebenfalls unverändertem Niveau von 46 bis 50 Mio. Euro erwartet. Hier wird entscheidend sein, dass die beschleunigte Umsetzung des Effizienzprogramms vorwärts kommt.

 

Schafft die Aktie den Ausbruch?

Mitte des Monats beleuchteten die Analysten der Deutschen Bank die Aktie von SHW genauer. Letztendlich blieb es bei der Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 52,00 Euro und der Erwartung auf ein starkes Quartal.

150729 SHW

Bei einem aktuellen Kurs von 42,75 Euro bliebe da also noch eine Menge Luft nach oben. Zwar konnten die Papiere heute um 1,72% zulegen, jedoch reicht das bei weitem nicht, um den Seitwärtstrend zu beenden. Sollte es der Aktie gelingen, die Marke von 44,00 Euro zu erreichen, wäre das zumindest als Ausbruchsversuch anzusehen.

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