SHW verfehlt Prognose, stellt aber neues Wachstum in Aussicht

Beim Automobilzulieferer SHW lief es im vergangenen Jahr nicht wie gewünscht. Nachdem das Unternehmen im Vorfeld schon seine Umsatzprognose zurückgenommen hatte, blieb man bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr noch unterhalb der Planzahlen.

Im Juli vergangenen Jahres hatte SHW, die vor allem Bremsscheiben, Pumpen und Motorkomponenten für die Automobilindustrie fertigt, wegen einer Nachfrageflaute die Jahresprognose für den Umsatz bereits auf eine Bandbreite zwischen 410 bis 430 Millionen Euro gesenkt. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, wurde diese Spanne verfehlt. Tatsächlich wies das Unternehmen ein Umsatzminus von 12 % auf 405,8 Millionen Euro aus.

SHW verbessert Marge

Dagegen konnte man bei der Profitabilität sichtbar zulegen. Das EBITDA lag mit 43,6 Millionen Euro zwar nur knapp über dem Vorjahresergebnis von damals 43,5 Millionen Euro. Demgegenüber konnte sich allerdings die Marge von zuvor 9,4 % auf 10,7 % verbessern. Mit dem ausgewiesenen EBITDA erreichte man dabei die vorher prognostizierte Bandbreite zwischen 43 bis 45 Millionen Euro.

Für das neue Geschäftsjahr rechnet SHW wieder mit einem leichten Wachstum. So prognostiziert man einen Konzernumsatz zwischen 400 bis 420 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge soll zwischen 10 % bis 11 % liegen. Für die darauffolgenden Jahre gibt sich SHW allerdings deutlich optimistischer. So soll der Umsatz bis 2020 in den Bereich von 620 bis 650 Millionen Euro pro Jahr gesteigert werden. Bei der EBITDA-Marge will man bis auf mindestens 12 % zulegen.

Mehr Internationalisierung

Die Grundlage für diese Wachstums-Dynamisierung will das Unternehmen in einem stärkeren Investitionsprogramm legen. So plant man beispielsweise Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro, um die Internationalisierung des Geschäftes voranzutreiben. Besondere Zielmärkte sind dabei China, Nordamerika und Osteuropa. Geplant ist, dass bis 2020 fast ein Viertel des Umsatzes außerhalb von Europa erwirtschaftet wird.

Diese positive Zukunftsmusik kommt allerdings vorerst im Markt nicht so recht an. Die Aktie zeigt heute einen eher verhaltenen Start mit einem kleinen Minus von derzeit 0,13 % auf 30,46 Euro.

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