Siemens: 4,4 Milliarden Euro Rückkauf umgesetzt
Siemens überzeugt mit Rekordaufträgen für KI-Infrastruktur und einem Gewinnsprung, während die Aktie charttechnisch eine wichtige Hürde nimmt.

- Aktie schließt über 200-Tage-Linie
- KI-Großaufträge aus den USA
- Gewinnprognose für das Jahr angehoben
- Aktienrückkaufprogramm beschleunigt
Rekordaufträge für KI-Infrastruktur und ein Gewinnsprung im Industriegeschäft. Operativ liefert Siemens ab, an der Börse kämpft der Technologiekonzern hingegen um einen stabilen Aufwärtstrend. Nach einem schwierigen Frühjahr rückt nun eine charttechnisch entscheidende Marke in den Fokus.
Mit einem Freitagsschlusskurs von 243,10 Euro hat das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Die viel beachtete 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 236,21 Euro. Auf Monatssicht verbucht die Aktie damit ein Plus von knapp 15 Prozent. Das Polster bleibt allerdings dünn.
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Fällt der Kurs nicht wieder unter die gleitenden Durchschnitte, rückt das Jahreshoch ins Visier. Als exportorientierter Industriekonzern reagiert Siemens jedoch sensibel auf konjunkturelle Signale. Am kommenden Donnerstag könnten frische Makrodaten wie das Eurozone-BIP und die anstehende EZB-Zinsentscheidung die Richtung vorgeben.
KI-Fantasie und Aktienrückkäufe stützen
Ein Blick auf die operativen Zahlen erklärt die jüngste Erholung. Besonders das Segment Smart Infrastructure treibt das Wachstum an. Aus den USA sicherten sich die Münchener zuletzt Großaufträge für Cloud- und KI-Infrastruktur im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Das bescherte der Sparte einen Umsatzsprung von 35 Prozent.
Parallel dazu stützt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm den Kurs. Von den anvisierten sechs Milliarden Euro hat der Vorstand bereits 4,4 Milliarden Euro am Markt umgesetzt. Das Tempo der Rückkäufe liegt damit spürbar über dem ursprünglichen Zeitplan.
Prognoseanhebung schafft Vertrauen
Die Fundamentaldaten liefern derweil eine solide Basis für weitere Kursgewinne. Im ersten Geschäftsquartal kletterte der Industriegewinn um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte in diesem Zuge einen Rekordwert von 120 Milliarden Euro.
Auf Basis dieses starken Jahresauftakts hat das Management die Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Der Vorstand peilt nun einen Gewinn von mindestens 10,70 Euro je Aktie an. Auch die Analysten zeigen sich optimistisch und erwarten im Schnitt einen Jahresumsatz leicht über dem Vorjahresniveau.
Hält die Unterstützung an der 200-Tage-Linie in der kommenden, von Makrodaten geprägten Handelswoche, ist der Weg nach oben charttechnisch frei. Das nächste logische Kursziel liegt dann beim 52-Wochen-Hoch von gut 261 Euro.
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