Siemens Aktie: 20 Prozent Abschlag zu Wettbewerbern

Trotz 150 KI-Produkten und starker Vernetzung bleibt die Siemens-Aktie hinter Wettbewerbern zurück. Analysten sehen Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Über 150 KI-Produkte im Portfolio
  • Bewertungsabschlag von 20 Prozent
  • Umsatz bei 19,76 Milliarden Euro
  • Kurs nahe Jahreshoch stabil

Über 150 KI-Produkte, 45 Millionen vernetzte Geräte weltweit, Partnerschaften mit Nvidia und Microsoft — und trotzdem notiert die Aktie mit rund 20 Prozent Abschlag gegenüber direkten Wettbewerbern. Dieser Widerspruch treibt die aktuelle Debatte um Siemens an.

KI-Offensive mit Bewertungslücke

Der Konzern hat sein KI-Portfolio zügig ausgebaut. Mehr als 150 Produkte laufen bereits in verschiedenen Industriesegmenten. Die technische Basis ist die installierte Flotte von 45 Millionen Geräten — ein Vertriebsvorteil, den kaum ein Wettbewerber replizieren kann.

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Analysten sprechen von einer „gespannten Feder“: Die operative Substanz wächst, die Bewertung zieht bislang nicht mit. Das KGV für 2026 liegt bei 24,21 — für ein Unternehmen mit dieser digitalen Reichweite ein vergleichsweise moderater Wert.

Zahlen aus dem zweiten Quartal

Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 erreichte 19,76 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei 2,61 Euro — nach 2,86 Euro im Vorjahreszeitraum. Ein Rückgang, der vorerst keine Panik auslöst.

Für das Gesamtjahr erwarten Analysten 10,93 Euro je Aktie. Die prognostizierte Dividende beträgt 5,65 Euro — das entspricht einer Rendite von etwa 2,2 Prozent beim aktuellen Kurs von 264,40 Euro.

Kurs auf hohem Niveau stabilisiert

Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Tief bei 202,85 Euro im März mehr als 30 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht steht ein Plus von gut 20 Prozent. Aktuell notiert das Papier knapp drei Prozent unter seinem Jahreshoch von 272,20 Euro — die Konsolidierung läuft auf hohem Niveau.

Der breite Markt drückte am Donnerstag leicht: Der DAX schloss mit minus 0,53 Prozent bei 24.606 Punkten.

Am 6. August 2026 legt Siemens die Zahlen für das dritte Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die Sparte Digital Industries das mittelfristig erwartete zweistellige Umsatzwachstum auf Kurs hält — und ob die Bewertungslücke zu den Wettbewerbern endlich enger wird.

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