Siemens Aktie: 24,11 Milliarden Euro Aufträge im Q2

Siemens meldet Bestellrekord und übertrifft Gewinnerwartungen. Ein neues Aktienrückkaufprogramm über sechs Milliarden Euro unterstreicht die starke Finanzlage.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Auftragsrekord von 24,11 Milliarden Euro
  • Gewinn je Aktie übertrifft Analystenschätzungen
  • Aktienrückkauf über sechs Milliarden Euro geplant
  • Auftragsbestand von rund 120 Milliarden Euro

Siemens trotzt dem schwierigen Marktumfeld mit einem neuen Rekord bei den Bestellungen. Während Währungseffekte den nominalen Umsatz bremsen, füllen sich die Auftragsbücher in München schneller als erwartet. Ein neues, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm untermauert das Vertrauen der Konzernführung in die eigene Cash-Generierung.

Smart Infrastructure treibt das Wachstum

Der Konzern sammelte im zweiten Quartal Aufträge im Wert von 24,11 Milliarden Euro ein. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies einem Sprung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Sparte Smart Infrastructure stach mit einem neuen Bestellrekord von 7,53 Milliarden Euro hervor.

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Der nominale Umsatz blieb mit 19,76 Milliarden Euro stabil. Ohne die Belastungen durch Währungseffekte wäre das Geschäft jedoch um sechs Prozent gewachsen. Starke Wechselkursschwankungen schmälerten das Wachstum rechnerisch deutlich.

Analysten-Erwartungen beim Gewinn übertroffen

Beim Ergebnis je Aktie lieferte Siemens mit 2,60 Euro mehr ab als die von Analysten erwarteten 2,46 Euro. Das industrielle Geschäft blieb mit 3,0 Milliarden Euro hingegen leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Hier schlug ein Sondereffekt aus dem Vorjahr zu Buche, der das Ergebnis damals positiv beeinflusst hatte.

In der Sparte Digital Industries zeigt die Kurve nach oben. Das Ergebnis kletterte auf 857 Millionen Euro, getrieben durch ein florierendes Softwaregeschäft. Indes kämpft die Bahntechnik-Sparte Mobility mit den Folgen neuer Zölle, kann aber auf einen stabilen Bestand an Großaufträgen für neue Zuggenerationen bauen.

Milliarden für den Aktienrückkauf

Ein deutliches Signal an die Aktionäre sendet der Vorstand mit dem angekündigten Rückkaufprogramm. Siemens plant, in den kommenden fünf Jahren eigene Anteile für bis zu 6 Milliarden Euro zu erwerben.

Basis für diesen Schritt ist die robuste Finanzlage. Der Free Cash Flow kletterte im abgelaufenen Quartal auf 1,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei rund einer Milliarde Euro.

Hoher Auftragsbestand stützt den Ausblick

Trotz geopolitischer Risiken hält Konzernchef Roland Busch am Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 fest. Ein Auftragsbestand von rund 120 Milliarden Euro dient dem Unternehmen als Puffer gegen konjunkturelle Schwankungen.

In den nächsten Wochen dürfte der Fokus der Marktteilnehmer vor allem auf der Sparte Digital Industries liegen. Hier wird entscheidend sein, wie schnell die Skalierung neuer KI-Anwendungen die Margen positiv beeinflussen kann.

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