Siemens Aktie: 5 Prozent Minus nach Übernahme-Ankündigung

Siemens will die Mermec Gruppe übernehmen und stärkt damit sein Bahngeschäft. Die Aktie fällt nach Gewinnmitnahmen trotz Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme der Mermec Gruppe geplant
  • Kaufpreis von rund 1,2 Milliarden Euro erwartet
  • Aktie fällt nach Gewinnmitnahmen um fünf Prozent
  • Abschluss der Transaktion für Ende 2026 vorgesehen

Der Münchner Technologiekonzern baut sein Mobilitätsgeschäft massiv aus. Im Visier steht die italienische Mermec Gruppe, ein Spezialist für Bahnsignaltechnik. Auf dem Börsenparkett sorgte die Ankündigung allerdings für Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie kurz zuvor noch ein Jahreshoch markiert hatte.

Siemens hat es auf die Kerngeschäfte der Italiener abgesehen. Das Unternehmen aus Monopoli ist besonders für seine Messzüge bekannt, die den Zustand von Schienennetzen überwachen. Mit rund 1.700 Mitarbeitern erwirtschaftet die Sparte einen Umsatz von 430 Millionen Euro. Die operative Marge liegt bei profitablen 17 Prozent.

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Zu den finanziellen Details schweigt München bislang. Insidern zufolge könnte der Kaufpreis für das Paket bei rund 1,2 Milliarden Euro liegen. Der geplante Zukauf soll die industrielle Präsenz auf dem italienischen Markt stärken und das Technologieportfolio im Bereich der Digitalisierung erweitern.

Gewinnmitnahmen nach Rekordjagd

Am Aktienmarkt reagierten Investoren verhalten auf die Expansionspläne. Zum Handelsschluss am Freitag rutschte das Papier um fast fünf Prozent auf 259,00 Euro ab. Zuvor hatte der Kurs im Nachgang der jüngsten Quartalszahlen noch ein frisches Jahreshoch markiert.

Der Rücksetzer gleicht einer technischen Korrektur. Der extrem hohe Relative-Stärke-Index signalisierte in den vergangenen Tagen eine deutliche Überkauftheit der Aktie. Auf Jahressicht steht für Anteilseigner weiterhin ein solides Plus von gut sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Ein massives Polster besteht zur mittelfristigen Trendlinie, die aktuell bei rund 234 Euro verläuft.

Bis der Zukauf operativ ins Gewicht fällt, wird noch Zeit vergehen. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende 2026 geplant. Zuvor müssen die zuständigen Wettbewerbsbehörden der Übernahme noch grünes Licht geben.

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