Siemens Aktie: 6 Milliarden Euro Rückkauf angekündigt
Siemens verzeichnet hohen Auftragseingang und kündigt milliardenschweren Aktienrückkauf an, während der Nettogewinn sinkt und die Mobility-Sparte schwächelt.

- Auftragseingang steigt um 18 Prozent
- Nettogewinn sinkt auf 2,2 Milliarden Euro
- Aktienrückkaufprogramm über 6 Milliarden Euro
- Mobility-Sparte belastet Gesamtergebnis
Starke Aufträge, schwächerer Gewinn, nervöse Aktie: Siemens liefert ein Quartal mit viel Substanz und einem klaren Makel. Nach dem jüngsten Hoch nehmen Investoren Gewinne mit. Der Kursrückgang wirkt weniger wie Misstrauen in den Konzern, eher wie eine Pause nach einem steilen Lauf.
Auftragslage bleibt stark
Operativ zeigt Siemens weiter Stärke. Der Auftragseingang stieg vergleichbar um 18 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse legten vergleichbar um 6 Prozent zu.
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Das ist mehr als nur ein gutes Quartal. Der Umsatz erreichte 19,8 Milliarden Euro. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,22, der Auftragsbestand stieg auf 124 Milliarden Euro.
Damit bleibt die Nachfrage breit genug, um den Ausblick zu stützen. Siemens erwartet für das Gesamtjahr weiter ein vergleichbares Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent. Beim EPS pre PPA peilt der Konzern 10,70 bis 11,10 Euro an.
Rückkaufprogramm stützt die Story
Ein wichtiges Signal kommt von der Kapitalallokation. Siemens hat ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro angekündigt. Der Zeitraum soll bis zu fünf Jahre betragen.
Das Management sendet damit eine klare Botschaft. Der Konzern traut seiner Cashflow-Kraft genug zu, um weiter Geld an Aktionäre zurückzuführen. Zugleich bleibt der Rahmen lang genug, um nicht unter kurzfristigem Marktdruck handeln zu müssen.
Beim Gewinn zeigt sich ein gemischteres Bild. Das Nettoergebnis sank auf 2,2 Milliarden Euro, nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Free Cash Flow stieg dagegen auf 1,7 Milliarden Euro.
Noch besser sieht der industrielle Free Cash Flow aus. Er erreichte 2,4 Milliarden Euro. Das digitale Geschäft wuchs in der ersten Jahreshälfte um 19 Prozent und bleibt ein wichtiger Treiber.
Mobility bremst den Gesamteindruck
Der Schwachpunkt liegt in der Mobility-Sparte. Dort stieg der Auftragseingang um 41 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Der Umsatz sank jedoch um 2 Prozent.
Das Ergebnis fiel um 28 Prozent auf 208 Millionen Euro. Belastet haben US-Zölle und verzögerte Projektabrufe. Siemens senkte deshalb die Wachstumserwartung der Sparte auf 5 bis 7 Prozent.
Smart Infrastructure setzte dagegen einen starken Akzent. Der Auftragseingang stieg dort um 35 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 10 Prozent.
Am Markt überwiegt derzeit trotzdem die Vorsicht. Die Aktie schloss am Freitag bei 259,00 Euro und verlor auf Wochensicht 3,47 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen bleibt noch ein Plus von 4,58 Prozent.
Das Papier liegt weiter deutlich über wichtigen Durchschnittslinien. Seit Jahresanfang steht ein Gewinn von 7,51 Prozent zu Buche. Über zwölf Monate beträgt das Plus 16,54 Prozent.
Kurzfristig mahnt die Technik zur Vorsicht. Der RSI liegt bei 81,1 und signalisiert ein überhitztes Niveau. Nach dem Abstand zum Hoch wirkt die Konsolidierung daher nicht überraschend.
Siemens bleibt fundamental gut unterstützt, muss aber den Druck bei Mobility abbauen. Der nächste Taktgeber ist nun weniger der Auftragsbestand als die Frage, wie viel davon mit stabilen Margen in Ergebnis und Cashflow ankommt.
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