Siemens Aktie: Analysten geben Entwarnung
Siemens zeigt sich trotz drohender US-Zölle robust. UBS bestätigt Kaufempfehlung und verweist auf die Preissetzungsmacht des Konzerns sowie starke operative Treiber.

- UBS bestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 255 Euro
- Konzern profitiert von KI-Boom und Indien-Geschäft
- Großauftrag über 3 Milliarden Euro für S-Bahnen
- Quartalszahlen am 12. Februar als nächster Impuls
US-Präsident Donald Trump droht mit neuen Zöllen, und die Industrie zittert. Doch während viele Exportwerte unter Druck geraten, zeigt sich Siemens in diesem nervösen Marktumfeld erstaunlich widerstandsfähig. Experten der UBS sehen den Technologiekonzern dank seiner starken Marktposition gegen politische Störfeuer gewappnet. Bietet die aktuelle relative Stärke eine Chance für Anleger?
- Kursziel: UBS bestätigt “Buy” mit Ziel 255 Euro
- Großauftrag: 3 Milliarden Euro für S-Bahnen in Dänemark
- Termin: Quartalszahlen folgen am 12. Februar
UBS sieht Preissetzungsmacht
Die Unsicherheit an den Märkten ist greifbar: Drohende US-Zölle von 10 bis 25 Prozent belasten exportorientierte Titel. Siemens hält sich jedoch vergleichsweise stabil. Mit einem aktuellen Kurs von 252,75 Euro verzeichnet das Papier heute lediglich einen leichten Rückgang von 0,37 %. Im Vergleich zur ehemaligen Energietochter Siemens Energy, die deutlich stärker unter den geopolitischen Spannungen leidet, wirkt der Mutterkonzern wie ein Fels in der Brandung.
Verantwortlich für diese Stabilität ist unter anderem eine aktuelle Einschätzung der Schweizer Großbank UBS. Analyst Andre Kukhnin adressiert die Sorgen der Investoren direkt: Zwar seien die Zollrisiken real, doch verfüge Siemens über genügend Preissetzungsmacht, um potenzielle Mehrkosten an die Kunden weiterzugeben. Die Marktreaktion wird daher als überzogen bewertet. Auch Goldman Sachs bläst ins gleiche Horn und hob das Kursziel kürzlich sogar auf 264 Euro an.
KI und Indien als Treiber
Abseits der politischen Bühne liefert das operative Geschäft solide Argumente für Optimismus. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos betonte Cedric Neike, CEO von Siemens Digital Industries, die wachsende Bedeutung Indiens und den Boom bei KI-Rechenzentren. Da moderne Datenzentren komplexe industrielle Steuerungen benötigen, profitiert Siemens direkt vom globalen Infrastruktur-Ausbau.
Untermauert wird diese Wachstumsstory durch handfeste Aufträge. Die Mobilitätssparte sicherte sich gemeinsam mit Stadler einen historischen Vertrag in Dänemark über die Lieferung von 226 S-Bahnen. Das Volumen von rund 3 Milliarden Euro garantiert eine langfristige Grundauslastung. Auch im Gesundheitssektor läuft es rund: Eine Partnerschaft der Tochter Healthineers mit der Kromek Group generiert bereits erste Meilenstein-Zahlungen.
Charttechnik und Ausblick
Trotz der fundamentalen Stärke bleibt das technische Bild spannend. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt derzeit gut 12 %, während der Kurs komfortabel oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 241,07 Euro notiert. Es gilt nun, die psychologisch wichtige Marke von 250 Euro zu verteidigen, um das positive Momentum nicht zu gefährden.
Der nächste entscheidende Impuls steht am 12. Februar 2026 an, wenn Siemens die Zahlen für das erste Quartal vorlegt. Sollten sich die gefüllten Auftragsbücher dann auch in der Marge widerspiegeln, könnte der Weg für einen erneuten Angriff auf das Allzeithoch frei sein.
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