Siemens Aktie: Auftragsbestand klettert auf 124 Milliarden

Starke Bestellungen vor allem aus dem Datenzentrum-Sektor treiben den Siemens-Kurs trotz eines leichten Gewinnrückgangs im Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Auftragseingang steigt auf 24,1 Milliarden Euro
  • Rekord-Auftragsbestand von 124 Milliarden Euro
  • Smart Infrastructure mit 35 Prozent Plus
  • Jahresziele für Umsatzwachstum bestätigt

Der KI-Boom landet bei Siemens nicht nur in Präsentationen, sondern im Auftragsbuch. Der Konzern meldet starke Bestellungen, vor allem rund um Datenzentren. Das hilft der Aktie, obwohl der Gewinn im Quartal leicht zurückging.

Am Mittwoch legt der Siemens-Kurs um 3,30 Prozent auf 264,65 Euro zu. Auf Monatssicht steht ein Plus von 9,11 Prozent. Der Markt honoriert vor allem die bessere Sicht auf künftige Umsätze.

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Aufträge schlagen Gewinnrückgang

Im jüngsten Quartal stieg der Auftragseingang auf 24,1 Milliarden Euro. Vergleichbar lag das Plus bei 18 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte 1,22 und zeigt mehr Bestellungen als Umsatz.

Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 124 Milliarden Euro. Damit bekommt Siemens eine ungewöhnlich breite Umsatzbasis für die kommenden Jahre. Das federt auch schwächere Phasen in einzelnen Industriemärkten ab.

Besonders stark lief Smart Infrastructure. Die Sparte steigerte die Bestellungen um 35 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Datenzentren spielten dabei eine zentrale Rolle.

Auch Digital Industries legte zu. Der Auftragseingang stieg um 12 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Das ist wichtig, weil diese Sparte stärker am klassischen Automationszyklus hängt.

Warum KI Siemens hilft

KI braucht Rechenleistung, Rechenleistung braucht Datenzentren. Für Siemens zählt dabei nicht der Chip selbst, sondern die Infrastruktur dahinter. Der Konzern liefert Technik für Automatisierung, Digitalisierung und den Betrieb komplexer Anlagen.

Die Führung rechnet damit, dass diese Nachfrage mehrere Jahre anhält. Kein Wunder, dass der Markt genau auf die Aufträge schaut. Sie zeigen früher als der Umsatz, wo Kunden gerade investieren.

Der leichte Gewinnrückgang ändert an dieser Lesart wenig. Er hing unter anderem mit Währungseffekten und hohen Vergleichswerten zusammen. Im Quartal überwog die Botschaft: Die Nachfrage im Industriegeschäft bleibt robust.

Jahresziele bleiben intakt

Siemens hält an den Jahreszielen fest. Der Konzern erwartet weiter ein vergleichbares Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis soll über 1 liegen.

Strategisch setzt Siemens darauf, dass KI aus Rechenzentren in Fabriken wandert. Der Konzern spricht von physischer KI. Gemeint ist die engere Verbindung von Software, Automatisierung und realen Produktionsprozessen.

Solange Datenzentren Smart Infrastructure stützen, bleibt das Auftragsbuch der wichtigste Kurstreiber. Nach dem jüngsten Monatsplus handelt die Aktie bereits nah am Jahreshoch. Neue Impulse hängen nun daran, wie schnell Siemens die Bestellungen in Umsatz umsetzt.

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